3. März 2016

Pilgerfahrt nach Mauritius 2016, 2. Teil


Der Donnerstag, der Tag des ersten Satsangs dieser Fahrt, begann damit, dass Guruji ein Abishekam für Giridari im Sri Ranganath Tempel durchführte.
Es gab keine Girlande für Giridari, also machte Guruji auf der Stelle selbst eine. Das war sehr süß.






Nach den Morgengebeten ging Guruji hinaus in die Nachbarschaft, um Besorgungen zu machen, und dann ans Meer.
Während wir unterwegs waren, zeigte er uns all die Plätze, zu denen er als Kind ging und spielte - Die Bäche, an denen er und seine Freunde Fische fingen und die Wäldchen, in denen sie herumrannten, die inzwischen zu Wohngebieten geworden sind.


Devotees waren beschäftigt, den Tempel für die erste offizielle Veranstaltung der Fahrt zu schmücken. Die Stimmung war gut und die Devotees waren glücklich, das Gebäude für ihren Guru herzurichten.

Kadambari aus SPN erzählt dazu Folgendes:
„Später am Tag halfen wir bei der Dekoration, als Guruji mit den Matajis im Tempel ein Spielchen spielte: Er bat sie, die Dekoration zu ändern, die sie gemacht hatten. Dazu gehörte auch die Stelle, wo sein Sessel für den Satsang stand. Das Team war so flexibel und froh, dass wir uns wirklich willkommen geheißen und mit allen verbunden fühlten. Wir halfen bei der Dekoration, bis es Zeit wurde, uns für den Satsang herzurichten.“

Guruji verbrachte sowohl vor als auch nach dem Satsang viel Zeit mit vielen Devotees aus Mauritius in Einzelinterviews. Viele Menschen, die Guruji in seiner Kindheit kannten, kamen und sprachen mit ihm und hörten seinem Satsang zu.

Dazu ein weiteres Erlebnis:
„Am Mittwochabend hatten wir gerade erfahren, dass Guruji im Sri Ranganath Tempel um halb acht abends ein Abishekam durchführen würde. Wir hatten 45 Minuten Zeit, uns fertig zu machen und hinzufahren. Also schnell, schnell...und wir gingen nach unten in den Eingangsbereich des Hotels, um nach einer Transportmöglichkeit zu fragen.

Ashvin, ein freundlicher Empfangschef, bestellte „Vicky Taxi“, und 15 Minuten später saßen wir im Auto auf dem Weg zu unserem Herrn. Nachdem wir unserem Fahrer den Flyer mit der Adresse und der Straßenkarte in Rose Hill gezeigt hatten, sagte er: ´Ah, mein Haus ist in der Nähe dieses Tempels und ich kenne ihn. Ich ging mit Sri Swami Vishwananda zur Schule.` Also begannen wir, ihn zu überzeugen, dass es in diesem Fall keine Ausrede geben würde, nicht zu Satsang und Darshan mit Guruji zu kommen!` Seine Reaktion war etwas schüchtern - er sagte, er wäre beschäftigt und seine beiden Kinder seien ziemlich ungezogen. Wir bestanden darauf, ihn und seine Familie einzuladen.

Gleich am nächsten Morgen, einige Zeit, nachdem Guruji sein Abishekam für Giridhari beendet hatte, hielt ein Wagen am Tempel und Gurujis Nachbarn mitsamt Familie, stiegen aus. Sie kamen ein bisschen scheu und zögerlich näher. Guruji kam natürlich, um sie mit offenem Herzen zu begrüßen und zu segnen. Alle waren sehr berührt und fühlten sich darin bestärkt, zu Satsang und Darshan zu kommen.“

Devotees aus Russland, Europa und China begannen zur anstehenden Pilgerfahrt einzutreffen, gerade bevor der Satsang begann.


Der Satsang wurde von Guruji in seiner Muttersprache Kreol gehalten. Obwohl wir nicht viel von dem verstanden, was er sagte, war es süß, seiner Stimme in seiner eigenen Sprache zu lauschen.

Satsang


Guruji begann den Satsang mit einem Bhajan - Tum Hamare Te Prabhuji, Tum Hamare Ho, Tum Hamare Hi Rehenge, O Mete Priyatam - und kommentierte ihn dann.

Hier sind einige der Hauptthemen, die er im Zusammenhang mit diesem Song besprach.

- Wir können im Außen so tun, als ob wir glücklich sind, alle tun so 'als ob'. Wahres Glück finden wir nur innen.
- Unwissenheit macht uns unglücklich. Wenn ihr einen Wunsch habt und er wird erfüllt, werdet ihr gierig. Wenn er nicht erfüllt wird, werdet ihr wütend.
- Alle sind durch die drei Gunas gebunden. Indem ihr euch dem Herrn hingebt, werdet ihr frei davon, weil der Herr jenseits der drei Gunas steht, auch wenn Er in eine menschliche Form hineingeboren wird.
- Ihr habt eine ewige Beziehung zu Gott. Dies bringt innere Zufriedenheit und ist die wahre Bedeutung des Lebens. Sich darüber klar zu werden bringt ewiges Glück.
- Wochenend-Spiritualität: Nur am Wochenende in die Kirche/ den Tempel/ die Moschee zu gehen...Das macht uns nur für einige Zeit glücklich. So wie das Glück kommt, so geht es auch wieder.

Guruji sang dann seinen Lieblingsbhajan mit dem Publikum, Sabse Oonchi Prema Sagai, und sprach dann über dessen Bedeutung:

- Gebet ohne Hingabe bedeutet gar nichts.
 - Was Menschen Liebe nennen ist Feilschen - Geschäft. Wenn das Geschäft gut läuft, ist alles gut. Wenn nicht, fällt alles zusammen. Das sind rajasische Eigenschaften.
- Nicht alle verweilen im Tamasischen, sondern die meisten im Rajasischen. Rajasische Menschen handeln gut, wenn alles gut ist. Wenn es nicht gut ist, ist nichts, was sie tun, gut.


- In dem Ramcharitramanas sagte Tulsidas Goswami, alles sei nur Angeberei. Das ist Wochenend-Spiritualität: Nur wenn ihr Zeit habt, dann macht ihr euch auf. Was ist Spiritualtät dann? Es gibt sie nur, wenn ihr Zeit dafür habt.
- Das ist es, was die Menschen machen. Von Zeit zu Zeit gehen die Leute in die Kirche/ zum Tempel/ in die Moschee. Das führt euch nirgendwohin. Es weckt nicht diese Bhakti, diese Hingabe.
- Reine Liebe kann nur durch wahre Hingabe geweckt werden.
- Krishna sagte: Ergebt euch Mir.
- Könnt ihr dem Verstand sagen zu stoppen? Nein! Ihr benutzt euren Verstand seit der Kindheit. Wie denkt ihr? Wie erledigt ihr eure Arbeit? Wie werdet ihr erfolgreich? Wie sollte euer Leben sein? Ihr könnt das Mentale nicht bitten, stillzustehen.
- Was beherrscht den Verstand? Die fünf Sinne - das Pancha Tattva. Ihr könnt von ihnen nicht verlangen stillzustehen.
- Wir können nicht die Funktion unserer Sinne austauschen. Wir können nicht von den Augen verlangen, zu hören oder von den Ohren, zu essen. Jeder Sinn hat seine eigene Aufgabe.
- Ihr könnt mit dem Denken nicht aufhören, aber ihr könnt entscheiden, was ihr denkt und womit ihr den Verstand füttert.
- Krishna sagte: „Konzentriert euren Verstand auf Mich.“

Guruji beantwortete auch Fragen aus dem Publikum.

Können Frauen ein Abishekam für einen Shiva Lingam durchführen?
Wenn du dich nach den Shastras richtest, geht es nicht. Wenn dein Guru dich jedoch darum bittet es zu tun, ist es okay.

Warum hat Krishna beinahe Bhishma mit dem Wagenrad getötet?

Der interessanteste Teil der Mahabharata ist, wenn Krishna das Wagenrad nimmt, um Bhishma zu töten. Um die Frage zu verstehen, müssen wir bis zu der Entscheidung zurückgehen, wer Krishnas Armee und wer Krishna selbst nehmen würde.

Als Arjuna Krishna nahm und Duryodhana aus Stolz Krishnas Armee nahm, schwor Krishna, nicht zu kämpfen.

Vor der Mahabharata sagte Bhishma zu Karna, dass er das Schlachtfeld nicht betreten könne, solange Bhishma noch darauf stand. Nur wenn er fallen würde, könnte Karna kommen.

Am 11. Tag der Mahabharata wußte Bhishma, wer Krishna war: Ishwara Parama Krishna, Satchidananda Vigraha. Es war nicht nötig, dass ihm irgendjemand sagte, wer vor ihm stand. Auch wenn Krishna sich als normales menschliches Wesen getarnt hatte, wusste er, dass Krishna Sriman Narayana selbst war.

Krishna war wie keiner der vorhergehenden inkarnierten Avatare. Er war eine vollständige Inkarnation Seiner selbst.

Bhishma sagte während des Mahabarata-Krieges, dass er Krishna dazu bringen würde, eine Waffe zu nehmen und zu kämpfen.

Als Arjuna mit Krishna diskutierte und Ihn bat, nicht mit seinem Onkel zu kämpfen, antwortete Krishna: „Wenn du dein Dharma nicht erfüllst, werde ich ihn töten.“

Arjuna sagte, „Warum willst du ihn töten? Du hast selbst gesagt, dass du keine Waffe nehmen wirst.“

Krishna antwortete, „Ich habe dieses Gesetz erschaffen und ich kann es zerstören.“

Dieser Satz ist sehr wichtig. Der Herr ist nicht an irgendeines Seiner Gesetze gebunden, auch wenn Er das Gesetz selbst geschaffen hat. Es gibt kein Gesetz, dass den Herrn bindet.

Krishna zeigte Bhishma dies, weil Bhishma sehen wollte, wie Krishna Seine eigenes Gesetz bricht (keine Waffe zu nehmen).

Alle vorausgehenden Avatare zeigten Gehorsam. Rama wurde beispielsweise verbannt und Er stimmte dem zu. Krishna war anders. Er sagte: „Ich habe dieses Gesetz erschaffen, und ich bin durch nichts gebunden.“

Als Krishna das Rad hob, was tat Bishma?

Bhishma sagte: „Töte mich! Ich will es so!"

Die ganze Mahabharata war von Krishna erschaffen worden. Auch wenn die Kauravas dachten, dass sie es waren, die diesen Kampf machten. Es war Krishna Selbst, Der es erlaubte.

Da Barbariks Kopf das Schlachtfeld der Mahabharata beobachtete, fragte Krishna ihn: „Wer war für den Sieg der Pandavas verantwortlich?“

Barbarik lachte Arjuna aus. Arjuna sagte, „Warum lachst du mich aus? Machst du dich über mich lustig? Weißt du nicht, wer ich bin?“

Barbarik sagte: „Ja, ja, ich weiß, dass du Arjuna bist. Ich lache über deine Arroganz."

Arjuna sagte: „Wie kannst du sagen, dass ich arrogant bin. Ich habe gerade einen großen Krieg gewonnen.“

Barabarik sagte: „Ich sehe, wie dich deine Arroganz blind macht, dass du nicht einmal sehen konntest, dass du nicht einmal selbst gekämpft hast. Alles was du gemacht hast, hat Krishna für dich getan. Was ich von oben gesehen habe, war nur Krishna.“

Barbarik sagte zu Arjuna: „Allen Pfeilen, die du auf deine Feinde abgeschossen hast, ging das Sudarshana Chakra voraus.“ Krishna war derjenige, der alles machte.


Der Satsang endete damit, dass Guruji mit den Zuhörern Bhajans sang, und mit einem Arati für Krishna. Danach verbrachte Guruji über eine Stunde damit, mit den Menschen zu sprechen, die einer nach dem anderen kamen. Allen wurde traditionelles mauritianisches Prasad serviert.




Danach setzten sich die Devotees aus Mauritius mit einigen neu angekommenen Pilgern bei einem familiären Abendessen zusammen. Guruji sang Bhajans und lachte viel mit den Devotees.


Spät in der Nacht - oder, zu diesem Zeitpunkt am frühen Morgen - stand uns ein kleines Feuerwerk ins Haus.




Die Übergänge der Nacht, von spirituellen Lektionen zum Familientreffen, waren in ihrer so einfachen Art schön. Wir konnten aus den Geschichten über Lord Krishna und den mystisch schönen Bhakti- Yoga-Übungen unseres Meisters Wissen und Weisheit schöpfen.

Wir konnten da ein wenig von der Liebe zwischen Gott und seiner geliebten Schöpfung erfahren: wir verbrachten Zeit miteinander und genossen es, zusammen zu sein, aufeinander konzentriert. Alle Devotees waren in Respekt, Liebe und Dienst an Guruji wie aufgezogen, und hatten das Gefühl, dass es wohl unter den Gopas und Gopis mit ihrem geliebten Gopala ähnlich gewesen sein muss - einfache Erfahrungen, jedoch überfließend von Liebe.


25. Februar 2016

Pilgerfahrt nach Mauritius 2016


Nach einem Nachtflug zum Flughafen Port Louis kamen wir am frühen Mittwochmorgen in Mauritius an. Wir wurden von der Insel inmitten eines heißen und feuchten Sommers begrüßt -  ein Riesenunterschied zum deutschen Winter, von dem wir gerade kamen. 



Nachdem wir den Zoll passiert hatten, trafen wir viele Devotees, die kamen, um Guruji  wieder in der Heimat seiner Kindheit willkommen zu heißen. Sie übergaben Guruji eine Girlande und begrüßten ihn herzlich.


Wir fuhren von Port Louis zum Sri Ranganath Tempel in Rose Hill. Die Insel ist atemberaubend - tropisches Klima und regelmäßige Niederschläge sorgen für eine sehr grüne Landschaft, und die über die Insel verstreuten Berge sind von beeindruckender Schönheit. Wir sahen während der Fahrt viele Poster, die Gurujis Satsang- und Darshantour ankündigten.



Nach einer Stunde Fahrt durch Zuckerrohrfelder und Städte  kamen wir am Sri Ranganath Mandir an - dem ersten Tempel, den Guruji eingerichtet hat. Devotees hatten eine herzliche Begrüßung vorbereitet, mit einer Gurupuja, einer handgemalten Flagge, und einer Überraschung in Form eines Feuerwerks.








Wir begrüßten die Deities des Sri Ranganath-Mandir (Lakshmi-Narayan, die sich an Adishesh anlehnen), Radha Krishna und Balaram, Shirdi Sai, Ugra Narasimha, viele Murtis von Durga, und ein großer Shiva Lingam am Eingang. Dann  bekamen wir das Haus und das Zimmer zu sehen, in dem Guruji aufgewachsen ist.
Gurujis Zimmer ist jetzt von einer Ecke zur anderen mit Murtis und Postern von verschiedenen Formen des Göttlichen angefüllt. Auf einigen manifestiert sich Vibhuti, und eine Murti von Krishna steht in einer Schale mit selbstmanifestiertem Öl, von dem es heißt, es würde nur dann flüssig, wenn Guruji auf der Insel ist.
Guruji zeigte uns die erste Murti von Krishna  und auch den ersten Shiva Lingam, den er besaß. Um sich als Kind einen Shiva Lingam leisten zu können, legte er immer das Busgeld, das er von seinen Eltern bekam, beiseite und entschloss sich, stattdessen zu Fuß zu gehen. Nachdem er genügend gespart hatte, kaufte er diesen Shiva Lingam als seine erste Murti.


Der Garten des Tempels ist voll von riesigen Tulsipflanzen, die einen schönen starken Duft verströmen.

Während der Fahrt hatten  wir eine Geschichte über den Shiva Lingam am Eingang des Tempels gehört.


Die Geschichte berichtet, dass ein paar ansässige  Matajis den Sri Ranganath Mandir besuchten, während er geschlossen war, jedoch ein starkes Bedürfnis hatten zu beten. Sie sahen den Shiva Lingam außerhalb des Tempeleingangs und gingen hin, um ihm eine Puja darzubringen. Während sie mit den Gebeten anfingen, ging ein alter Mann zum Eingang des Tempels und beobachtete sie von weitem.
Als sie mit der Puja begannen, bemerkten sie etwas Seltsames. Während sie dem Shiva Lingam Wasser darbrachten, wurde der Mann, der beobachtend am Eingang stand, nass.
Eine der Matajis bemerkte dies und dachte, der Mann würde sich in die Hose machen. Seine Kleider wurden nass, an einem sonnigen Tag - was sonst konnte der Grund dafür sein?
Die Matajis fuhren mit dem Gebet fort, und boten dem Shiva Lingam  im Verlauf der Puja eine Blüte dar - aber sie verschwand.
Umherblickend sahen sie, dass die Blumen woanders aufgetaucht waren, - zu Füssen des Mannes am Eingang. 
Als sie sich klar wurden, wer dieser Mann wirklich war, waren die Frauen geschockt und sahen mit Ehrfurcht und Verehrung zu ihm hinüber. Der Mann hob seine Hand zum Segen und verschwand.

Am Abend versammelten sich Devotees zu einem Abishekam und einer Puja für Giridari und Gurujis persönliche Murtis.






Devotees sangen Bajans und Kirtan, während Guruji die Puja durchführte und später viele Bhajans leitete, und sogar die Gopi Gita recitierte. Die Stimmung im Raum war so freundlich und familiär. Alle waren so glücklich, Guruji wieder im Tempel zu haben, wieder in Mauritius, und das drückte sich im Singen und in der  Stimmung die Nacht  hindurch sehr schön aus.  Guruji war auch sehr entspannt, freundlich und glücklich, bei den Menschen zu sein. Er sagte zu  einem Zeitpunkt in der Nacht, dass er glücklich sei, wieder in Mauritius zu sein, weil die Menschen glücklich sind, dass er wieder da ist.

6. Februar 2016

WICHTIG: Neue Darshan-Regeln in Shree Peetha Nilaya


Liebe Devotees und Darshan-Teilnehmer,

wie wir alle wissen, ist es eine große Ehre, die Möglichkeit zu haben, Darshan von unserem Gurudev zu erhalten, und wir haben großes Glück, dass er dies so oft möglich macht und uns hier in Shree Peetha Nilaya so unermüdlich Darshan gibt.

Unser neues System zur Registrierung für Darshans ist der Versuch eine angenehmere Erfahrung für alle zu gewährleisten. Mit den begrenzten Anmeldungen waren die Darshans von kürzerer Dauer und jeder hatte die Möglichkeit voll daran teilzunehmen, ohne dass es eine Marathon-Veranstaltung für jedermann wurde, eingeschlossen andere Devotees, die Musiker, die Residents und Guruji selbst.

Leider haben wir feststellen müssen, dass immer mehr Devotees sich registrieren und dann nicht zum Darshan kommen, ohne uns im Vorfeld eine Absage mitzuteilen. Das bedeutet, dass einige Darshans als ausgebucht gelten, obwohl tatsächlich noch Plätze nicht belegt sind und mehr Menschen hätten kommen können, wenn sie davon gewusst hätten.

Das ist für niemanden fair und hat ringsum Enttäuschungen verursacht. Daher beginnen wir mit einer neuen Regel: Wenn ihr euch für einen Darshan in Shree Peetha Nilaya anmeldet und nicht erscheint, ohne vorher zu stornieren, so ist es euch nicht erlaubt, euch für weitere drei Monate für einen Darshan zu registrieren.

Diese Regelung mit ihren Folgen wurden eingesetzt in der Hoffnung, dass es allen hilft, das Privileg zum Darshan zu kommen un den Segen von Guruji zu erhalten, ernster zu nehmen.

Wenn ihr euch registriert habt und sich eure Pläne ändern, ist alles was ihr machen müsst, unser Büro zu kontaktieren (per E-Mail an: events@bhaktimarga.org) und euer Platz wird freigegeben, so dass andere Devotees sich registrieren und kommen können, um den Segen von Guruji zu empfangen.

Wir fordern euch auf, dies zu tun, sobald ihr wisst, dass ihr nicht teilnehmen könnt, mindestens jedoch 24 Stunden im Voraus, so dass ihr nicht die 3-Monats-Sperre riskiert.

Diese Regel ist ab sofort gültig, daher gebt bitte Guruji (und anderen Devotees) eure wertschätzende Aufmerksamkeit, indem ihr eurem reservierten Platz freigebt, wenn ihr nicht am Darshan in Shree Peetha Nilaya teilnehmt.

Mit freundlichen Grüßen,
Shree-Peetha-Nilaya-Event-Team

9. Januar 2016

Sylvester 2015-2016 in Shree Peetha Nilaya

            

Die Neujahrsfeier in Shree Peetha Nilaya begannen 2016 mit einem Bhakti-Boost! Die Nacht begann offiziell mit einer Präsentation, die eine Rückschau gab auf all die unglaublichen Ereignisse, die 2015 geschahen. Angefangen mit der Verleihung des Titels Mahamandaleshwar an Guruji bis zur Gründung der Bhakti-Marga-Akademie gab es 2015 viele Meilensteine und Veränderungen, die auch in zukünftigen Jahren für Sri Swami Vishwananda und Bhakti Marga eine Rolle spielen werden.



Nachdem die Präsentation zu Ende war, begannen die Bhajans. Als die BM-Band Shanka Chakra Dhara sang, konnten die Devotees und Sri Swami Vishwananda nicht anders, als zu tanzen. Von einem Ende der Darshanhalle bis zum anderen und sogar draußen nahe dem Eingang waren eine Menge Bhaktas zusehen, die Hände nach oben gestreckt, wie sie Vittala Vittala Panduranga! sangen.


Um Mitternacht führte Guruji alle in den Tempel, um das erste Arati im neuen Jahr darzubringen. Kurz darauf gab es das Feuerwerk. Und die Nacht fing gerade erst an. Die Nacht war konzentriert und es gab kaum einen Augenblick, der nicht für die Neujahrsfeier genutzt wurde.




Vor dem Beginn der Präsentation sprach Guruji über den Jahreswechsel und was er wirklich bedeutet. Hier ist ein Auszug seiner Ansprache:

Seht, es ist eine große Sache, wenn der Kalender sich ändert. Und das ist es, was die Menschen immer feiern: die Veränderung im Kalender. Wir denken: Okay, ein Jahr ist vorbei..., man hat immer großartige Pläne für das nächste Jahr. In Wirklichkeit sind heute und morgen dasselbe; nichts ändert sich. Was sich ändert, ist nur der Kalender, der Name. Wenn ihr euch im Laufe des Lebens, auf eurem Weg, nicht verändert habt, dann wird euch kein Datums- oder Kalender-Wechsel jemals ändern.

Der Jahreswechsel ist sehr geschickt gemacht, so dass man über sich selbst nachdenken kann. Wenn man auf das vergangene Jahr zurückschaut, dann betrachtet man sich selbst. Ich sage nicht, man solle auf jemand anderes schauen. Betrachtet euch selbst! Was habt ihr verändert? Wie habt ihr selbst euch verändert und transformiert? Wie wart ihr vom Anfang bis zum Ende des Jahres? Gab es irgendwelche positiven Veränderungen in euch?

Ihr müsst euer Leben beobachten, denn was wird sich später ändern? Seht, die Menschen haben große Vorsätze: Oh, wisst ihr, 2016 werden wir uns ändern, wir werden die Zigaretten in die Ecke werfen. Was sein wird, wird sein. Das liegt nicht in eurer Hand. Was jetzt ist, ist der Entschluss, den ihr jetzt fasst. Ihr fasst jeden Tag einen positiven Vorsatz...in dem Moment, wo ihr aufwacht, sagt ihr, dass ihr eine Veränderung in diese Welt bringen wollt. Da beginnt die Veränderung. Es geht nicht darum, dass sich das Jahr ändert, es geht darum dass ihr euch ändert.

Da ihr also sehr gern zum Wechsel des Jahres oder des Kalenders einen Beschluss fasst, fasst den Vorsatz, dass ihr Klarheit des Verstandes erlangt. Denn der Verstand ist euch näher. Was ihr auch im Leben macht, macht ihr mit dem Verstand, oder? Wie Ramakrishna sagte.

Gott hat euch jeden Teil eures Körpers aus einem Grund gegeben. Der Verstand hat auch seine Nützlichkeit. Wir können nicht sagen, dass der Verstand falsch ist. Aber wie ihr den Verstand benutzt, das ist falsch.
Wenn ihr also klar seid und der Klarheit in euch all eure Aufmerksamkeit schenkt, werdet ihr sehen, dass ihr das, was ihr im Leben erreichen wollt - auch wenn es weit weg zu sein scheint - in sehr kurzer Zeit erreichen könnt und es wird sehr leicht sein. Weil die Energie, die in euch ist, auch in eure Entschlossenheit hineinprojiziert wird. Und diese Energie fließt dem Entschlossenheit nur zu, wenn ihr klar seid.

Seid also klar über das, was ihr erreichen wollt und seid euch klar über euch selbst. Ihr seid einzigartig; ihr seid ein Segen, so wie ihr seid. In dem Augenblick, indem ihr anfangt, euch so zu respektieren, wie ihr seid, in dem Augenblick, in dem ihr anfangt eure Art und Weise zu lieben, werdet ihr merken, wie einfach es ist, zu lieben. Sri Swami Vishwananda


Die Sylvesterfeier schloss mit einem persönlichen Segen von Sri Swami Vishwananda, Kirtan bis spät in die Nacht auch mit Guruji und als allerletztes Event der Nacht gab es eine Disco/Tanzparty mit unserem ureigenen DJ, DJ Bhaktivesh. Die Nacht endete am frühen Morgen ungefähr um 4 Uhr. Alles in allem wurde die Neujahrsfeier ein festlicher Anlass, der mit Bhakti durchtränkt war und den Ton für das kommende Jahr angab. Da in 2015 verschiedene Veränderungen geschahen, können wir uns nur schwer vorstellen, was in 2016 geschieht, aber nichtsdestoweniger wird alles, was auch geschieht, nur Puzzlestücke zum mysteriösen göttlichen Plan unseres Gurujis hinzufügen. Jai Gurudev und ein frohes neues Jahr!


Hara Hara Mahadev! Maha Shivaratri 2016 steht bald vor der Tür. Meldet euch noch heute an und macht euch bereit für die glückverheißende Nacht, in der der größte Bhakta von allen, Lord Shiva, verehrt wird. Klicke auf den Link für mehr Info: http://www.bhaktimarga.org/events/event/maha-shivaratri


6. Januar 2016

Die Entstehung von "Ein Jahrzehnt der Liebe" (Teil 3 von 3)


Arbeit an „Ein Jahrzehnt der Liebe” – Ein Erlebnis

Während der letzten paar Wochen erhielt ich die Gnade, an dem Buch „Ein Jahrzehnt der Liebe” mitarbeiten zu dürfen, das die letzten zehn Jahre von Mahamandaleshwar Sri Swami Vishwanandas Mission, Bhakti Marga, aufzeichnet. Das Buch ist eine zusammengefasste und bilderreiche Ausgabe, die die letzten zehn Jahre von Guruji und seinen vielen Devotees veranschaulicht.
Während der letzten paar Tage der Entstehung des Buches hatte ich ein starkes Gefühl, das ich zuvor noch nicht erlebt hatte. Die Kapitel nahmen Gestalt an, Fotolayouts gingen in die Endrunde und es begann, ein solides Ganzes zu werden. In diesem Stadium empfand ich eine Welle der Ehrfurcht. Ich hatte etwas Ähnliches noch nicht empfunden – und ich konnte mir nur vorstellen, sowas nach der Lektüre von Erzählliteratur zu empfinden.
Dieses Gefühl entstand daraus, dass ich eine Mission der Liebe sah. Diese Mission war wirklich weltweit - ich konnte das jetzt richtig sehen. Es war und ist aus Gnade erbaut - die Gnade, die nur das Göttliche auf den Plan rufen konnte. Diese Mission wurde aus den tausenden von individuellen Erfahrungen aller Devotees zusammengesetzt und alles fügte sich zusammen, um diese schöne Mission zu bilden. 


Als ich dies empfand, musste ich innehalten, um den Augenblick zu erfassen. Dieses Buch war ein kurzer Blick auf etwas Heiliges. Es war wirklich eine Gnade, alle diese Teile zusammenkommen zu sehen. Auf meinem Gesicht muss sich anschliessend für eine geschlagene halbe Stunde Freude gezeigt haben. In diesem Buch ist deutlich zu sehen, dass unser Meister und seine Mission eins sind. Die Mission von Bhakti Marga ist eine Manifestation dieser Liebe.
Ebenso wie dieses Buch „Ein Jahrzehnt der Liebe” wurde das Wachstum von Bhakti Marga aus vielen Teilen zusammengesetzt. Manchmal gestalteten sich diese Teile über viele Jahre hinweg, und manchmal enthüllte sich die göttliche Harmonie erst im letzten Augenblick. Es ist jedoch immer in Gottes perfekten Händen - in den perfekten Händen unseres Gurus.


Dieses Buch gibt einen kurzen Einblick in die ersten Jahre von Bhakti Marga - dem Beginn von Steffenshof und der Formation der Gemeinschaft, die Gurujis Arbeit auf der ganzen Welt unterstützt. Beim Zusammenstellen des Buches konnten wir sehen, wie sich die Bhakti-Marga-Familie im Laufe der Jahre verändert hat. Beim Durchwühlen von Fotoarchiven von Gurujis Arbeit in der ganzen Welt konnte das Team, das das Buch zusammenstellte, in Erinnerungen schwelgen. Wir teilten viele Gechichten der Transformation miteinander, die im Laufe des letzten Jahrzehnt stattgefunden hatten.
Jede Geschichte, die wir teilten, sagte uns zweierlei: Wer ist diese Person die auf unsere Leben so tiefgreifend, so wundervoll eingewirkt hat? UND Auf welche wundervolle Art hatten wir uns im Laufe der Jahre, in denen wir Teil von Bhakti Marga waren, verändert?


Die Transformationen, die wir durchgemacht haben, waren vielfältig. Jeder Devotee hatte etwas erlebt - etwas Tiefes und Bewegendes - das ihre Aufmerksamkeit in einer Weise gefangennahm, wie es nichts und niemand auf der Welt zuvor getan hatte. Jede Situation, die uns zu Guruji brachte, war anders - für jeden von uns einzigartig. Jeder einzelne der spirituellen Lektionen, durch die wir gegangen sind, war in Erfahrungen 'verpackt', die nur für uns waren. Maßgeschneidert sozusagen.
Was während dieses Jahrzehnts von Bhakti Marga gleich blieb, war Gurujis Liebe. Wie Mahant Satya Narayan Das Babaji im Vorwort des Buches schrieb, spielt Guruji oft die Rolle eines perfekten Bhaktas (Verehrers) Gottes - unglaublich hingegeben, hart arbeitend und zielgerichtet in seiner Ausrichtung der Liebe. Sein Engagement dafür, die Herzen der Menschen zu öffnen, ist unermesslich - und doch klar zu erkennen. Seine Liebe zeigt sich und arbeitet hart, beständig, Tag für Tag, Jahr für Jahr: ein Darshan nach dem anderen, ein Interview nach dem anderen, eine Pilgerfahrt nach der anderen.
In diesem Jahrzehnt hat sich Guruji als das Puzzleteilchen gezeigt, das in unser aller Herzen fehlt. Aber wie ist es mit unseren Mit-Devotees? Wie ist es mit der Menschheit? Wenn die Mission Sri Swami Vishwanandas darin besteht, die Herzen der Menschen zu öffnen, bedeutet das bestimmt, daß seine Devotees ihre Herzen öffnen werden. Mit Sicherheit werden sie die Liebe widerspiegeln, die ihr Guru lehrt und an den Tag legt.


Die Arbeit in dem Redaktionsteam dieses Buches war eine schöne Kostprobe davon, wie sich Herzen öffnen. Die Menschen, die zusammen an dem Buch arbeiteten, waren alle sehr begabt und kreativ. Beim Erstellen des Buches hatten wir oft Ideen für sein Design, von denen wir sehr überzeugt waren. Wir waren uns nicht einig.
Was unser Team erlebte, war ein natürlicher Prozess in Teams überall. Alle unsere Erfahrungen sagten uns, wir sollten uns dafür einsetzen, daß das Projekt in einer bestimmten Weise Gestalt annahm, die mit unserem Ideal übereinstimmte, wie die Welt zu sein hatte. „Dieses Foto sieht am besten aus, wenn es so formatiert wird.” „Wir sollten diese Schriftart verwenden.” „Ich bin nicht sicher, ob dies das Foto ist, das wir in diesem Kapitel haben wollen.” Wir hatten Meinungsverschiedenheiten. Durch Gurujis Gnade waren wir jedoch willens, unsere Liste von “sollte” beiseite zu legen. Wir hörten einander zu, wir ließen innere Bindungen an die Art, wir wir es haben wollten, los und arbeiteten hart daran, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen - ein Schritt nach dem anderen. 
Sobald unsere Zusammenarbeit an Boden gewonnen hatte, verwandelte sich das, was als Uneinigkeit begonnen hatte, in Inspirationen. Wir legten einander keine Stolpersteine mehr in den Weg - wir schenkten einander Ideen und harte Arbeit, auf die wir aufbauen konnten. In den letzten paar Stunden, in denen wir dem Buch seine endgültige Form gaben, war das Team harmonisch geworden. Wir arbeiteten im Einklang miteinander. Es war ein schöner Anblick. 


Die nächsten Jahre von Gurujis Mission sind schwer vorstellbar - wir haben so viel an Transformation in so kurzer Zeit erlebt; ich weiß nicht, was wir von der Zukunft erwarten sollen, da die wachsende Gemeinschaft so vielschichtig geworden ist. Durch direkte Begegnungen mit ihm selbst und durch die Worte und Handlungen seiner Devotees  wird Guruji mehr Menschen anziehen. Bhakti Marga wird wachsen - unsere Devotee-”Familie” wird ein reichhaltiges Netzwerk werden, das mit der Zeit immer mehr Orte, immer mehr Menschen erreicht. Aber was für Herausforderungen warten auf uns? Durch welche Prozesse werden wir gehen? Als Einzelne und als Gemeinschaft? Nur Guruji weiß das genau.
Soviel ist klar, daß Guruji uns immer lieben wird und daß wir immer versuchen müssen, mehr in der Art zu lieben, wie er liebt - bedingungslos. Bei der Arbeit an diesem Buch, das uns ein Jahrzehnt in Erinnerung ruft, erkenne ich, daß „versuchen zu lieben” etwas ist, was wir tun können - etwas, von dem wir wissen, wie es geht. Liebe ist vielleicht ein ewiges und unendliches Mysterium - die wunderbare und unfassbare Natur von Gott selbst. Unser Weg jedoch ist Hingabe an Gott - Hingabe an die Liebe.
Unser Weg ist Bhakti Marga. Wenn ich etwas daraus gelernt habe, die letzten zehn Jahre dieses Weges zu betrachten, ist es, daß wir durch die Gnade des Gurus auf unsere Schritte zurückblicken konnten, um zu sehen, daß wir in der Lage waren, Liebe, Geduld und Einheit auf ganz erstaunliche Art zu erleben. - Sanjayananda


Mit viel Freude künden wir an, dass “A Decade of Love” jetzt erhältlich ist! Du kannst es bei deinem nächsten Besuch in SPN im Bhakti Shop finden. Und allen ein frohes neues Jahr!