14. September 2015

Dem Meister folgen: Kumbha Mela 2015 – 5. Tag (Das erste Bad)


„Wenn du im Göttlichen Namen gebadet wirst, welchem Namen, welcher Gottheit auch immer – im Namen Jesu, Rama, Krishna, Devi – wenn du in diesem Göttlichen Namen gebadet wirst, wirst du von vielen Geburten befreit werden."
- Sri Swami Vishwananda

Die Reise:

Der mit Spannung erwartete Tag des ersten Badegangs war endlich da. Es wird gesagt, dass der Mensch, der während der Kumbha Mela ein Bad im heiligen Wasser nimmt, von allen alten Sünden gereinigt ist. Millionen von Menschen aus aller Welt, haben seit zwei Jahren auf diesen Tag gewartet. Die Bhakti Marga Devotees erhielten endlich ihre Gelegenheit, und hier nun ein paar Höhepunkte des Erlebten.

Höhepunkte:

Am Abend vor dem ersten Badegang interviewte ein indischer Fernsehsender Sri Swami Vishwananda für das Live-TV. Man war begierig darauf, mit Swamiji zu sprechen und die Bhajans der Bhakti Marga Musiker zu präsentieren. Die meisten Leute in dieser Region sind traditionelle Darbietungen gewöhnt, und der „Vor- und Nachsing" Stil, wie er bei Bhakti Marga praktiziert wird, ist für sie faszinierend.
Der Zeitpunkt war perfekt abgestimmt auf Mira's kraftvolle Darbietung von
„Sabje Ounchi - Prema Sagai" (Liebe ist das Höchste Gebet), und wo die Menge total verrückt wurde.

Am nächsten Tag fand der erste Badegang statt.  Hier ein Erlebnis-Bericht von jemandem aus der Gruppe:  


„Ähnlich wie bei der Kumbha Mela 2013 war Santhosji so freundlich, unser Gastgeber zu sein, und wir schlossen uns seinem Wagen zur Prozession an. Guruji und er standen nebeneinander oben auf dem Wagen.

Als Gruppe warteten wir dann ein wenig vor ihrem Stellplatz. Wenn ich ‚Gruppe' sage, muss man sich sowohl über hundert Devotees von Bhakti Marga vorstellen, wie auch die Devotees von Mahant Santosh's Akara. Hier hatte sich bereits eine Menschenansammlung gebildet, und man konnte die Intensität des Ereignisses immer mehr spüren.
Wir hielten unsere Position mit Bravour, als wir zusammen mit vielen Autos und Wagen, nahezu eine Stunde darauf warteten, eine Start-Position zu erhalten, bevor endlich unser Wagenzug an der Reihe war.

Es folgte ein bemerkenswerter Gang durch die windigen und malerischen Straßen von Nashik.

Die Leute aus Nashik säumten die Straßen der Stadt, und bescherten uns und allen anderen Pilgern ein warmes Willkommen. Es war sehr süß, ihre Reaktionen zu beobachten, als sie zu ihrem Erstaunen eine große Gruppe abendländischer Pilger mit Tilaks usw. vorbeimarschieren sahen. Als wir lächelten und ihnen zuwinkten, lächelten viele von ihnen zurück und hielten ihre Hände aneinandergelegt zum Pranam.

Die Trommeln in der Gruppe erzeugten eine starke Rhythmik und Energie, die den Marsch hindurch anhielt. Wir tanzten und hüpften in Interaktion mit Guruji auf dem Wagen, und teilten Seine Liebe mit jedem um uns herum.

Endlich, nach fast eineinhalb Stunden, erreichten wir den Ram Kund des Godawari Flusses, wo wir das heilige und sehr erfrischende Bad nahmen. Die Krönung des feierlichen Umzugs.

Wir gingen dann zurück zu unserem Wagen, und schlängelten uns zurück auf dem Weg zum Lager von Santoshji, auf dem wir erneut von zahllosen Einwohnern Nashik's mit ‚Radhe Radhe', ‚Jai Sri Krishna', oder ‚Jai Sri Ram' gegrüßt wurden, während man Blüten und Blätter über uns warf."


Viele von den Bhakti Marga Devotees sind auf einem kleinen Video Clip der BBC während ihres Bades dargestellt. Klicke hier zum Ansehen:  http://www.bbc.com/news/world-asia-34237280?post_id=889684867779538_889684854446206#_=_
Aussage:

„Es ist viel mehr, als nur ein Bad, es ist eine Reise. Ein anderer Teil des Weges, der uns vom Verstand zum Herzen führt. Besonders wenn du diese Reise unter der Führung und Gegenwart deines Gurus unternimmst, wie wir dieses Privileg haben, wird sie zu einer höchst mystischen Erfahrung. Wie bei allem auf dem spirituellen Pfad, geht es nicht um das Äußere, sondern um das Innere, aber das Außen hilft uns, uns mit dem Inneren zu verbinden. Die dabei hervorgerufenen Segnungen erreichen nicht nur uns hier vor Ort, sondern erstrecken sich über den Rest unserer spirituellen Familie, der nicht physisch hier anwesend sein kann, und letztlich über die gesamte Menschheit."
- Swami Vishwakurunandhanananda (alias Swami Kuru)

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