16. März 2016

Maha Shivaratri 2016


Maha Shivaratri ist die Zeit des Jahres, wenn wir zusammenkommen, um den größten Bhakta von allen, Lord Shiva, zu ehren. Angefangen von den Klängen der Damaru-Trommel bis zu „Hara Hara Mahadev“- Rufen war die Nacht angefüllt mit Hingabe an den Ultimativen Zerstörer, Shankar. Wie in verschiedenen vorangegangenen Berichten erwähnt, ist Lord Shiva ein Symbol für die Zerstörung unseres Egos und unseres Stolzes, aber wir gedenken nicht nur dieser Zerstörung. An Maha Shivaratri überbringen wir Lord Shiva unseren Dank für die großen Segnungen, die Er gab, und die Opfer, denen Er sich unterzog, alles um der Menschheit willen. Eine solche Situation war es, als Shiva die Devas und Asuras vor dem tödlichen Gift „Halahala“ rettete, während der Milch-Ozean umgerührt wurde. Wegen diesem Liebesopfer Lord Shivas und anderen Gründen feiern wir Shivaratri.


Die Morgengebete begannen in aller Frühe um fünf Uhr morgens. Zuerst wurde der Guru verehrt und diese hingebungsvolle Guru-Puja gab den Ton für die folgenden Darbringungen an. Als Sri Swami Vishwananda eintraf, hatte die Kalash-Puja schon angefangen und es dauerte nicht lange, bis Swamiji begann, über den Mrityumbageshwar Lingam und seine persönliche Deity Giridariji Wasser zu gießen. Gleichzeitig führten die Bhakti-Marga-Swamis ein Yagna durch. Nachdem das Yagna abgeschlossen war und Guruji den ersten Teil seines Abishekams beendet hatte, durften alle dem Lingam und Giridariji sowohl Wasser als auch ein Bilvablatt darbringen. Der Morgen endete mit dem Singen des Lingashaktam und Gebeten an Lord Shiva, wodurch sichergestellt war, dass die kommende Nacht ein Erfolg werden würde.
Der Startschuss für die abendlichen Feierlichkeiten war kraftvoll. Die Shiva Bhajans rockten und die Devotees erhoben sich zum Tanz. Mit dem Singen von „Bam Bam Bhole! Bam Bam Bhole!“ inmitten des „Swaha“- Chanten beim Yagna stieg die Energie schnell an.
Die Gebete wurden noch intensiver, als Sri Swami Vishwananda eintraf. Die ganze Nacht hindurch opferte Swamiji immer wieder dem Shiva Lingam und sang Bhajans, die Mahadev gewidmet waren. Inmitten von all dem konnten alle mit den verheißungsvollen Darbringungen dem Mrityumbageshwar Lingam gegenüber fortfahren.



Die letzte Puja war die großartigste von allen. Da wir Lord Shiva schon mit den kleinsten Darbringungen leicht eine Freude bereiten können, können wir uns nur ausmalen, wieviel Gefallen Er an den überbordenden Prasadtellern gehabt haben könnte. Das Küchenteam hatte wirklich ganze Arbeit geleistet. Das Prasad selbst war in die Form von  Shiva Lingams gebracht und mit einer Darstellung von Shivas Dreizack versehen worden. Und als die Zeremonie vorbei war, konnte sich der Geschmack durchaus mit der Präsentation messen; und obwohl der Herr wahrlich nur an der Liebe interessiert ist, die dargeboten wird, war Mahadev warscheinlich auch über das Angebot kulinarischer Künste erfreut.


Gegen Morgen hatten die meisten den Kampf gegen den Schlaf gewonnen und die abschließenden Darbringungen rückten näher. Die Menge an Vibhuti, die Swamiji Lord Shiva darbrachte, war bemerkenswert. Der Shiva Lingam wurde wieder und wieder überschüttet. Als die abschließenden Gebete zu Ende waren, sprach Guruji kurz über die nächtliche Feier und leitete eine geführte Meditation für Mutter Erde.
Hier ist ein kleiner Auszug von Swamijis Ansprache:
„Seht, den Segen, den ihr erhieltet, die Erbauung, die ihr heute bekommen habt, erhaltet ihr nicht alle Tage.
 Deshalb wird dieser Tag als besonders verheißungsvoll angesehen. Gestern [beim Vortrag über Shiva] hörtet ihr sie über Shiva sprechen. Also wisst ihr, wer Bhagavan Shankar ist, und ihr wisst, wie wichtig es ist, Seinen Segen zu haben, und auch Ma Bhagavati Jagadambes Segen, weil Sie die Tür dafür öffnen, dass Giridari Sich offenbart. Giridariji ist sehr scheu, (nun, bevor Er sich offenbart, ist Er scheu; nachdem Er sich offenbart hat, ist Er nicht mehr scheu). Aber bis ihr diesen Punkt erreicht, an dem ihr an Seine Tür klopft, braucht ihr Lord Shivas Segen. Seht, deshalb sagte Bhagavan Krishna Selbst nach dem Mahabarata-Krieg zu den Pandavas: „Nehmt Zuflucht zu den Füßen von Lord Shankar. Geht und tut Buße und wenn Er kommt, wenn Er euch erscheint, dann wisset, dass euch  alles, was ihr getan habt, vergeben worden ist.“ Hier hat es Bhagavan Krishna selbst gesagt, wisst ihr.

Ihr habt viele Segnungen erhalten. Wisst ihr,  diese Welt, Mutter Erde, braucht jetzt euer Gebet. Ich werde euch nur um zwei Minuten bitten. Ich weiß, dass ihr sehr müde seid und ihr denkt daran, schlafen zu gehen. Selbst jetzt, wenn ich euch sage, ihr sollt die Augen schließen und an Mutter Erde denken, werdet ihr einschlafen. Also werde ich euch nur um zwei Minuten eurer Zeit bitten. Beten wir für den Frieden. Wie ihr wisst, sagten wir vorhin „Loka Samasta Sukhino Bhavantu“. Beten wir für alle eure Länder, für alle eure Familien und so weiter. Aber beten wir für Mutter Erde allgemein, dass es in dieser Welt Frieden gibt. Denn wenn es keinen Frieden gibt, könnt ihr euch nicht wirklich auf Gott konzentrieren, nicht wahr? Wenn Frieden herrscht, ist es leicht.“ - Sri Swami Vishwananda


Danke, dass ihr unseren Blog lest. Wenn ihr es nicht zu Maha Shivaratri geschafft habt, als nächstes kommt Ram Navami am 15. 2016. Für mehr Information klickt auf folgenden Link: http://www.bhaktimarga.org/events/event/ram-navami


Mehr Fotos zu Maha Shivaratri 2016 gibt es auf flickr: https://www.flickr.com/photos/bhaktimarga/albums/72157665433500502

9. März 2016

Die zwölf Jyotirlingams (Teil 3 von 3)


Trimbakeshwar
Der Trimbakeshwar Jyotirlingam befindet sich im Nashik-District in Indien. Der Lingam selbst hat seine Residenz im Untergrund und zeigt drei Gesichter, die Brahma, Vishnu und Shiva repräsentieren. Daher kommt es, dass Trimbakeshwar mit "drei Herren" übersetzt wird. Eine der Legenden um Trimbakeshwar handelt von dem Weisen Gautama, der es nicht hatte vermeiden können, in das Töten einer Kuh verwickelt zu werden. Um sich von dieser Sünde zu reinigen, rieten die Rishis dem Weisen Gautama, vor Lord Shiva Buße zu tun. In seinem Gebet zu Lord Shiva bat er Mahadev, Mutter Ganges in seine Einsiedelei zu schicken, damit sie seine Seele und seinen Ashram reinigen möge.
Lord Shiva war von Gautamas Ehrlichkeit und Hingabe berührt und so sandte Er ihm den Godavari-Fluss, von dem man auch als „Ganges des Südens“ spricht. Nachdem Lord Shiva dem Weisen Gautama erschienen war, manifestierte Er sich als Trimbakeshwar-Lingam.

Mallikarjuna
Der Jyotirlingam Mallikarjuna befindet sich in der Region von Andra Pradesh in Südindien. Wie die Shiva Purana berichtet, hatte Lord Ganesha das Wettrennen mit seinem Bruder Kartikeya um die ganze Welt gewonnen, indem er um Shiva und Parvati herumging. Daher wurde Ganesha gewährt, zuerst zu heiraten. Da Kartikeya über seine Niederlage verärgert war, reiste er zu dem Berg Kraunch, wohin ihm Shiva und Parvati  folgten. Als Shiva und Parvati ankamen, verließ Kartikeya den Berg, aber Shiva und Parvati blieben. An diesem Platz nahm Lord Shiva schließlich die Form des Jyotirlingams an, der als Mallikarjuna bekannt ist.


Grishneshwar 
Auf dem Berg Devagiri lebten ein Brahmane namens Brahmavetta Sudharm und seine Frau Sudeha. Weil das verheiratete Paar keine Kinder bekam, überzeugte Sudeha ihre Schwester Ghushma, Sudharm auch zu heiraten. Durch Anbetung von 101 aus Lehm geformten Shiva Lingams, die sie jeden Tag als Opfergabe in einen nahegelegenen See gab, empfing Ghushma bald einen kleinen Jungen.
Mit der Zeit war Sudeha jedoch auf ihre Schwester eifersüchtig geworden und aus dieser Eifersucht heraus tötete sie Ghushmas Sohn und warf seinen Körper in den See. Als Ghushma am nächsten Tag dem See die 101 Shivalingams offerierte, manifestierte sich Shiva und enthüllte ihr, was ihrem Sohn geschehen war. Ghushma bat Mahadev, ihrer Schwester zu verzeihen und immer in der Nähe von Devagiri zu bleiben. Lord Shiva gewährte ihr die Bitte und manifestierte sich selbst als Grishneswar-Jyotirlingam. Der See wurde auch unter dem Namen Shivalaya bekannt.

Bhimashankar
Die Legende erzählt, dass ein Dämon mit dem Namen Bhima einen Devotee von Shiva namens Kamrupeshwar versklavt hatte. Als Kamrupeshwar Bhima nicht als seinen Herrn anbeten wollte, nahm der Dämon ein Schwert, um einen Shiva Lingam zu zerschlagen. Lord Shiva manifestierte sich und zog gegen Bhima in den Krieg. Als der Kampf sich lange genug hingezogen hatte, verbrannte Lord Shiva Bhima zu Asche. Auf die Bitte von Weisen und Göttern hin manifestierte sich Lord Shiva als Bhimashankar-Jyotirlingam.


„Shiva steht für den Verstand. Shiva ist Gyaneshwara. Eine andere Form von Shiva ist Dakhshinamurti. Dakhshinamurti ist derjenige, der Wissen vermittelt. Der Guru ist eine Form von Dakhshinamurti, der Wissen vermittelt. Aber was ist Wissen? Es geht nicht um das Wissen, das den Verstand füttert. Auf dem Bhakti-Weg müsst ihr ein bestimmtes Wissen über bestimmte Dinge haben und dennoch müsst ihr sogar dieses Wissen aufkündigen, beiseite legen. Denn das Wissen vom Selbst, Brahma Jyaan, liegt jenseits des Wissen des Verstandes.“- Sri Swami Vishwananda 

7. März 2016

Die zwölf Jyotirlingams (Teil 2 von 3)


Vaidyanath
während der Zeit von Rama gab es einen zehnköpfigen Dämonenkönig mit Namen Ravana. Dieser wollte seine Hauptstadt Sri Lanka mit Lord Shivas Anwesenheit unbesiegbar machen. Aufgrund von Ravanas Gebeten erlaubte ihm Lord Shiva, einen Jyotirlingam mit nach Sri Lanka zu nehmen, aber nur unter der Bedingung, dass er dort, wo er zuerst abgesetzt werden würde, dauerhaft aufgestellt würde. Die Götter wussten, dass es ernste Folgen nach sich ziehen würde, sollte Ravana sein Vorhaben verwirklichen. Indem sie Varuna, den Gott des Wassers, in Ravanas Magen eintreten ließen, zwangen sie ihn, mit seiner Vamana (fliegenden Kutsche) auf der Erde zu landen, um sich zu erleichtern. Einfacher gesagt, die Götter verursachten in Ravana den Drang, Wasser zu lassen. Als Ravanna zur Erde hinunterkam, erschien Maha Vishnu als Brahmane verkleidet. Ravana bat den „Brahmanen“, den Shiva Lingam vorübergehend zu halten und nicht zuzulassen, dass er den Boden berührte. Sobald Ravana weggegangen war, setzte Maha Vishnu den Shiva Lingam auf den Boden und verschwand. Als Ravana merkte, was geschehen war, unterzog er sich einer Buße vor Lord Shiva, indem er Shiva neun seiner Köpfe opferte.
Lord Shiva gefiel seine Hingabe und Er gab ihm seine Köpfe wieder zurück. Diese Wiederherstellung war vergleichbar mit der Arbeit eines Arztes und deshalb wurde der Jyotirlingam „Vaidyanath“ genannt, was Arzt bedeutet.

Vishwanath
Der Vishwanath-Jyotirlingam  befindet sich in der heiligen Stadt Varanasi, auch Kashi oder Benares genannt. Es heißt, dass Varanasi der Ort ist, wo sich der erste Jyotirlingam manifestierte. Es ist der Ort, an dem Lord Shiva vor Lord Brahma und Lord Vishnu als feurige Lichtsäule erschien. Da Lord Brahma und Lord Vishnu sich darum stritten, wer von beiden der Überlegene ist, veranstalteten sie einen Wettlauf, um das Ende von Shivas Manifestation zu finden. Erwartungsgemäß siegte Lord Vishnu, der sagte, Lord Shiva sei ohne Ende, während Lord Brahma log und behauptete, das Ende gefunden zu haben. Wegen dieser Lüge wurde Lord Brahma von Lord Shiva mit dem Fluch belegt, dass Er nie verehrt werden würde. Der Vishwanath-Jyotirlingam zieht viele Pilger an, da er einer der populärsten Pilgerorte in ganz Indien ist.


Rameshwar
Nachdem Lord Rama den Dämonenkönig Ravana getötet hatte, war Er innerlich unzufrieden, weil Er einen Brahmanen getötet hatte (Ravana war der Urenkel von Brahma). Gleichzeitig wollte Lord Rama auch Seine Dankbarkeit gegenüber Lord Shiva ausdrücken. Also bat Lord Rama Hanuman, einen Shiva Lingam aus Benares zu besorgen. Weil Hanuman jedoch nicht rechtzeitig zum günstigen Zeitpunkt für die Gebete eintraf, formte Sita Devi einen Shiva Lingam aus Lehm, der jetzt als „Rameshwar“ bekannt ist, der Herr Ramas. Der Lingam, den Hanuman brachte, wurde auch aufgestellt, und es ist eine Tradition, den Hanuman-Lingam, der auch unter dem Namen „Kaasilingam“ bekannt ist, noch vor der Anbetung an Rameshwar zu verehren.

Kedarnath
Nach der Schlacht bei Kurukshetra, die zwischen den Pandavas und den Kauravas stattfand, sagte Lord Krishna den Pandavas, sie sollten den Darshan von Lord Shiva suchen. Während sie Lord Shiva in Form eines Bullen verfolgten, griff Bhima so kräftig nach dem Schwanz des Bullen, dass dessen Kopf hinunterfiel und in Nepal landete. Das Hinterteil blieb an einem Ort, der Kedar genannt wird, und hier war es auch, dass Lord Shiva den Pandavas Darshan gab. Aufgrund dieses Ereignisses versprach Lord Shiva, in Form eines Jyotirlingams in Kedar zu bleiben .


„Schauen wir uns den Shiva Lingam an, was sehen wir? Der Shiva Lingam ist in drei Teile geteilt. Der obere Teil, der mittlere Teil, und der untere Teil. Die Schöpfung ist die Basis, der Schutz ist der mittlere Teil und der Zerstörer ist der obere Teil. Der Lingam repräsentiert auch die Unendlichkeit (das Unendliche), weil er weder Anfang noch Ende hat. Er ist rund - welchen Punkt ihr auf einem runden (Objekt) auch wählt, wenn ihr rundherum geht werdet ihr immer an denselben Punkt kommen.“ - Sri Swami Vishwananda

Maha Shivaratri findet heute nacht statt. Registriert euch noch, um an der großen Nacht Shivas in Shree Peetha Nilaya teilzunehmen: http://www.bhaktimarga.org/events/event/maha-shivaratri
  

6. März 2016

Die zwölf Jyotirlingams (Teil 1 von 3)


Indien ist ein Land, das durch Seine heiligen Pilgerstätten charakterisiert wird. Es ist ein Platz, wo große Heilige gelebt haben, wo zeitlose Wahrheiten offenbart worden sind und wo der Herr Seinen Devotees erschienen ist. Für Lord Shiva gibt es zwölf Haupt-Pilgerstätten. Die jeweilige Anwesenheit eines Jyotirlingams, einer Form Shivas, die sich selbst manifestiert hat, macht diese Plätze so verheißungsvoll. In dieser dreiteiligen Serie werden wir diese zwölf Manifestationen beleuchten, um eine kleine Einführung sowohl für die Jyotirlingams als auch für Lord Shiva selbst zur Verfügung zu stellen. „ Hara Hara Mahadev!“

Somnath
Der Jyotirlingam Somnath befindet sich in Gujarat in Indien. Die Geschichte erzählt, dass Chandra, der Mondgott, mit den 27 Töchtern von Prajapati Daksh verheiratet war; aber unter allen Ehefrauen gab er seine Liebe nur Rohini. Deswegen verfluchte Prajapati Daksh Chandra dazu, dass er seine Schönheit und sein Leuchten vollständig verlieren würde. Auf den Rat Lord Brahmas hin unterwarf sich Chandra einer schweren Buße, um Lord Shiva zu gefallen. Nach sehr langer Zeit segnete Lord Shiva Chandra damit, dass er sein Leuchten im Rhythmus von fünfzehn Tagen wiedergewinnen und verlieren würde. Ausgehend von diesem Segen manifestierte sich der Shivalingam.


Mahakaleshwar
Der Jyotirlingam Mahakaleshwar befindet sich in Ujjain in Indien. Es heißt, dass König Chandrasena, der Ujjain regierte, ein großer Bhakta Lord Shivas war. Eines Tages fühlte sich ein kleiner Junge namens Shrikar vom Anblick der Hingabe des Königs inspiriert und hob einen Stein auf, um ihn als Shiva Lingam zu verehren. Ungeachtet des Spotts seiner Mutter und anderer Leute wuchs seine Hingabe für Lord Shiva immer mehr. Inzwischen wurde die Stadt sowohl von dem Dämon „Dushana“ als auch von ihren benachbarten Rivalen angegriffen. König Chandrasena nahm Zuflucht zu den Füßen von Lord Shiva, und Lord Shiva erschien in der furchteinflößenden Gestalt „Mahakalas“, um den Dämon und alle Feinde zu zerstören. Aufgrund der Hingabe Shrikars, des Königs Chandrasena und des örtlichen Priesters Vridhi stellte Lord Shiva sich selbst in der Stadt als Jyotirlingam auf, um alle seine Devotees zu beschützen.

 

Omkareshwar
Es gibt ein paar Erzählungen, die die Geschichte vom Jyotirlingam in Omkareshwar betreffen. Eine dieser Geschichten erinnert daran, dass der göttliche Weise Narada dem Berg Vindhya von der Herrlichkeit des Berges Meru vorsang. Als der Berg Vindhya das hörte wurde er eifersüchtig und beschloss, vor Lord Shiva Buße zu tun. Mahadev war über seine Buße sehr erfreut und gewährte ihm die Vergünstigung, größer zu sein als der Berg Meru. Es heißt, dass der Lingam, den der Berg Vindya verehrte, in zwei Hälften zersprang. Eine wurde der Jyotirlingam Omkareshwar, der andere wurde als Mamaleshwar oder Amareshwar bekannt.

Nageshwar
Die Shiva Purana erzählt, dass der Dämon Daruka und seine Ehefrau Daruki viele Devotees von Lord Shiva eingekerkert hatten. Aus Stolz trachteten sie danach, allen verheißungsvollen Zeremonien und Ritualen ein Ende zu bereiten. Unter den gefangenen Devotees war ein Shiva Bhakta namens Supriya. Weil dieser allen anderen riet, „Om Namah Shivaya“ zu singen, hatte Daruka ihn zur seiner persönlichen Zielscheibe erwählt. Bald versuchte Daruka, Supriyas Leben zu beenden. Genau in dem Augenblick, als Daruka ansetzte, Supriya zu töten, manifestierte sich Lord Shiva und erschlug sowohl Daruka als auch Daruki. Auf Bitten seiner Devotees hin stellte Lord Shiva sich selbst als Jyotirlingam, der unter dem Namen „Nageshwar“ bekannt ist, auf.


„Es gibt nichts, was dein genannt wird. Deine Seele ist, wer du bist. Selbst dieser Körper gehört nicht dir. Er wurde aus den fünf Elementen gemacht - und was wird aus ihm, er wird wieder zu den fünf Elementen werden. Deshalb steht Shiva für Zerstörung; Er zeigt, dass alles, was du hier ansammelst, alles, das du 'mein' nennst, am Ende nicht dir gehört. Was dir gehört, ist das reine Bewusstsein, was du im Leben nach besten Kräften zu erreichen suchst.“ - Sri Swami Vishwananda

Mahashivaratri kommt näher! Registriere dich noch heute, um deinen Platz in Shree Peetha Nilaya zu sichern: http://www.bhaktimarga.org/events/event/maha-shivaratri


Amtierender Premierminister von Mauritius erhält Darshan von Sri Swami Vishwananda

Xavier-Luc Duval, amtierender Premierminister von Mauritius, besuchte am Abend des 27. Februar 2016  Mahamandaleshwar Sri Swami Vishwananda in Port Louis, der Hauptstadt des Landes, um dessen Darshan (Segen) zu empfangen. Der vierte und letzte Darshan schloss die Mauritiustour vom 18. bis 28. Februar ab, in der über tausend Einzelpersonen aus allen Teilen des Landes dem voll verwirklichten Meister begegneten.


Mauritius ist Sri Swami Vishwanandas Geburtsland. Er verbrachte dort seine Jugend, bevor er 1998 nach Europa aufbrach, um seine internationale Mission in die Wege zu leiten, die jetzt in über fünfzig Ländern unter dem Namen „Bhakti Marga“ aktiv ist (sanskrit: „Bhakti“ bedeutet Hingabe, „Marga“ bedeutet Weg).

Sri Swami Vishwanandas Botschaft ist einfach „Just Love“ (liebe einfach) und das Ziel seiner Mission ist, die Herzen der Menschen für die Liebe zu Gott zu öffnen, ungeachtet derer religiösen, kulturellen oder sozialen Hintergründe.

Video: Während des Darshans



Video: Nach dem Darshan



3. März 2016

Die destruktive Natur von Lord Shiva


In der Trimurti des Hinduismus (die drei Hauptgötter) gibt es Brahma, Shiva und Vishnu. Jeder dieser Götter hat eine spezifische Rolle zu spielen. Brahma ist der Schöpfer, Vishnu der Erhalter und Shiva der Zerstörer. Zusammen bilden diese drei Gottheiten die drei vorrangigen Manifestationen von Narayana, dem höchsten Herrn. Da Shivaratri nicht weit ist, ist es jetzt mehr als je zuvor angebracht, über die Aufgabe Lord Shivas in Bezug auf Seine zerstörerische Funktion nachzudenken.
 Zunächst mag Lord Shiva ein wenig rauh erscheinen. Da Lord Shiva dafür bekannt ist, sich in der Gesellschaft von Geistern, Dämonen und Ähnlichen aufzuhalten, ist es leicht, Bolenath,  „den Unschuldigen“, zu verurteilen. Aber ohne den Segen von Lord Shiva können wir nicht das höchste Ziel aller erreichen: Narayana.
Um die destruktive Natur von Lord Shiva zu verstehen, müssen wir Seine Zerstörung in größerem Zusammenhang  betrachten. Wenn Lord Shiva zum Beispiel als Nataraj, als Herr des Tanzes, Seinen Zerstörungstanz ausführt, dann zerstört Er nicht einfach zum Spaß das ganze Universum. Lord Shiva zerstört das Universum, damit ein neues erschaffen werden kann. Und diese Zerstörung ist auch nicht auf die materielle Ebene begrenzt.
 Auf dem spitituellen Weg ist es unser Ziel, die Schichten des Karmas und der Samskaras zu entfernen, die das Herz, die Gegenwart des Göttlichen, das in uns wohnt, zudecken. Um wirklich die Gegenwart Gottes zu fühlen, müssen wir diese Schichten irgendwie entfernen. Es ist die Natur Shivas, diese Schichten zu zerstören und die Ewigkeit der Seele zu enthüllen. Demzufolge wird Lord Shiva auch „Mahakala“, Herr aller Zeiten, genannt.
Es gibt eine wohlbekannte Hindugeschichte über Kama Dev (den Herrn der Liebe), der versuchte, Lord Shiva dazu zu bewegen, intime Gefühle für Parvati zu empfinden. Seit Shivas Ehefrau Sati ihren Körper verlassen hatte, hatte sich Lord Shiva Tapasya (Entsagung) verschrieben und wollte nicht gestört werden. Aber aufgrund der Umstände, in denen sich die Devas befanden, beauftragten sie Kama Dev dafür zu sorgen, dass sich Lord Shiva in Parvati verliebte. Die Angelegenheit entwickelte sich jedoch nicht ganz nach Plan.


Als Lord Shiva herausfand, was der Herr der Liebe vorhatte, wurde er sehr wütend und entzündete Kama Dev mit einem Feuer aus seinem dritten Auge. Auf der Stelle verwandelte sich Kama Dev in einen Haufen Asche. Obwohl sich dies schließlich als Segen für Kama Dev herausstellte, können wir in dieser Geschichte nichtsdestoweniger eine tiefe Symbolik finden.
Da Kama Dev der Herr der Liebe ist, kann sich das Wort „Kama“ auch auf „Begehren“ oder „Lust“  beziehen. In dieser Geschichte ist es Lord Shiva, der dieses Begehren vernichtet und zu Asche werden läßt.  Es ist Lord Shivas Pflicht, alles zu zerstören, was uns davon abhält, das Absolute zu erreichen. Wenn wir den Segen Lord Shivas erhalten, können wir leicht die Angst vor dem Tod überwinden und die Dualität transzendieren, die vom Verstand wahrgenommen wird.
Die Zerstörung von Lord Shiva ist die Manifestation Seiner Gnade. Und als Zerstörer zerstört Er nicht nur die Bürden, die schwer auf uns lasten, sondern Er nimmt diese sogar auf Sich. Dieser Aspekt von Lord Shiva wird im Epos vom Milch-Ozean veranschaulicht.
Als die Devas und Asuras beim Umrühren des Milch-Ozeans beide versuchten, den Nektar der Unsterblichkeit zu erlangen, nahm Lord Shiva das auströmende Gift, das „Halahala“, in seine Kehle auf. Das Halahala war, gelinde gesagt, kein gewöhnliches Gift. Es drohte das ganze Universum zu ruinieren, aber mit Lord Shivas Segen beeinträchtigte dieses Gift, oder wir könnten auch sagen, diese Negativität, weder die Devas noch die Asuras. Durch dieses In-Sich-Aufnehmen wurde Shivas Hals blau und seitdem wird Er auch „ Nilakantha“ genannt: der mit dem blauen Hals.
Nicht nur, daß Er unsere angsammelte Negativität zerstört und unsere Probleme auf sich nimmt, Lord Shiva zerstört auch unseren spirituellen Stolz. Wie Sri Swami Vishwananda lehrte, ist eines der größten Hindernisse auf unserem Weg, wenn nicht das größte, spiritueller Stolz. Lord Shiva ist der Zerstörer und Überwinder dieses Stolzes. Die Geschichte von Bhagirath und Mutter Ganges veranschaulicht das perfekt.


Als Bhagirath für seine Ahnen Buße tat, erhielt er die Gnade, daß er Mutter Ganges auf die Erde hinabsteigen lassen konnte, um jene Ahnen von ihren Sünden zu befreien. Mutter Ganges war jedoch nicht glücklich darüber, den Himmel zu verlassen; so beschloss Sie arrogant, mit voller Kraft hinab zu fallen, um die Erde zu erschüttern. Als Bhagirath das sah, nahm er Zuflucht zu Lord Shiva, der bewirkte, dass sich Devi in Seinen verfilzten Locken verfing, bevor Sie irgendeine Störung verursachen konnte. Lord Shiva machte Sie demütig und entließ Ihr reines Wasser in alle drei Welten.
 Indem Er unsere Egos beschneidet, unser Karma entfernt, und unsere ganze Negativität zerstört, entfernt Lord Shiva die Balken in unserer Wahrnehmung, so daß wir die höchste Einheit wahrnehmen können. Wenn wir Lord Shivas Segen haben, können wir Gott in jeder Person, in jedem Aspekt der Natur und bedingungslos in uns selbst sehen. Wir sind bereits Liebe, uns fehlt nur, dass der Schleier der Illusion zerstört wird, um dies zu erfahren. Hara hara, Mahadev!
„In der Hindu-Tradition nennen wir Shiva ´den Zerstörer`. Er zerstört alles. Die Menschen werden  vielleicht etwas furchtsam, wenn sie ´Zerstörer` hören, aber es geschieht immer aus gutem Grund. Bei allem, was Er zerstört, gibt Er die Gelegenheit, neu zu erschaffen. Am Ende des Lebens sehen wir dem Tod ins Auge. Wir haben so eine Angst vor dem Tod, aber das ist die Zeit, wenn Shiva kommt. Er befähigt die Seele zur Wiedergeburt. Er gibt die Gelegenheit, einfach all die Dinge zu tun, die man nicht gemacht hat. Wenn man die Ebene der Verwirklichung nicht erreicht hat, gibt Er die Chance, es noch einmal zu versuchen. Er gibt diese Gelegenheit die ganze Zeit. Wir alle sollten unser Bestes tun, um an den Punkt kommen, Gott vollständig zu verwirklichen - zu verwirklichen, wer wir wirklich sind.“ - Sri Swami Vishwananda



Wir hoffen, euch bald zu Shivaratri zu sehen; Anmeldung ist noch möglich, wenn ihr teilnehmen möchtet. Für weitere Informationen folgt einfach dem Link:

Pilgerfahrt nach Mauritius 2016, 2. Teil


Der Donnerstag, der Tag des ersten Satsangs dieser Fahrt, begann damit, dass Guruji ein Abishekam für Giridari im Sri Ranganath Tempel durchführte.
Es gab keine Girlande für Giridari, also machte Guruji auf der Stelle selbst eine. Das war sehr süß.






Nach den Morgengebeten ging Guruji hinaus in die Nachbarschaft, um Besorgungen zu machen, und dann ans Meer.
Während wir unterwegs waren, zeigte er uns all die Plätze, zu denen er als Kind ging und spielte - Die Bäche, an denen er und seine Freunde Fische fingen und die Wäldchen, in denen sie herumrannten, die inzwischen zu Wohngebieten geworden sind.


Devotees waren beschäftigt, den Tempel für die erste offizielle Veranstaltung der Fahrt zu schmücken. Die Stimmung war gut und die Devotees waren glücklich, das Gebäude für ihren Guru herzurichten.

Kadambari aus SPN erzählt dazu Folgendes:
„Später am Tag halfen wir bei der Dekoration, als Guruji mit den Matajis im Tempel ein Spielchen spielte: Er bat sie, die Dekoration zu ändern, die sie gemacht hatten. Dazu gehörte auch die Stelle, wo sein Sessel für den Satsang stand. Das Team war so flexibel und froh, dass wir uns wirklich willkommen geheißen und mit allen verbunden fühlten. Wir halfen bei der Dekoration, bis es Zeit wurde, uns für den Satsang herzurichten.“

Guruji verbrachte sowohl vor als auch nach dem Satsang viel Zeit mit vielen Devotees aus Mauritius in Einzelinterviews. Viele Menschen, die Guruji in seiner Kindheit kannten, kamen und sprachen mit ihm und hörten seinem Satsang zu.

Dazu ein weiteres Erlebnis:
„Am Mittwochabend hatten wir gerade erfahren, dass Guruji im Sri Ranganath Tempel um halb acht abends ein Abishekam durchführen würde. Wir hatten 45 Minuten Zeit, uns fertig zu machen und hinzufahren. Also schnell, schnell...und wir gingen nach unten in den Eingangsbereich des Hotels, um nach einer Transportmöglichkeit zu fragen.

Ashvin, ein freundlicher Empfangschef, bestellte „Vicky Taxi“, und 15 Minuten später saßen wir im Auto auf dem Weg zu unserem Herrn. Nachdem wir unserem Fahrer den Flyer mit der Adresse und der Straßenkarte in Rose Hill gezeigt hatten, sagte er: ´Ah, mein Haus ist in der Nähe dieses Tempels und ich kenne ihn. Ich ging mit Sri Swami Vishwananda zur Schule.` Also begannen wir, ihn zu überzeugen, dass es in diesem Fall keine Ausrede geben würde, nicht zu Satsang und Darshan mit Guruji zu kommen!` Seine Reaktion war etwas schüchtern - er sagte, er wäre beschäftigt und seine beiden Kinder seien ziemlich ungezogen. Wir bestanden darauf, ihn und seine Familie einzuladen.

Gleich am nächsten Morgen, einige Zeit, nachdem Guruji sein Abishekam für Giridhari beendet hatte, hielt ein Wagen am Tempel und Gurujis Nachbarn mitsamt Familie, stiegen aus. Sie kamen ein bisschen scheu und zögerlich näher. Guruji kam natürlich, um sie mit offenem Herzen zu begrüßen und zu segnen. Alle waren sehr berührt und fühlten sich darin bestärkt, zu Satsang und Darshan zu kommen.“

Devotees aus Russland, Europa und China begannen zur anstehenden Pilgerfahrt einzutreffen, gerade bevor der Satsang begann.


Der Satsang wurde von Guruji in seiner Muttersprache Kreol gehalten. Obwohl wir nicht viel von dem verstanden, was er sagte, war es süß, seiner Stimme in seiner eigenen Sprache zu lauschen.

Satsang


Guruji begann den Satsang mit einem Bhajan - Tum Hamare Te Prabhuji, Tum Hamare Ho, Tum Hamare Hi Rehenge, O Mete Priyatam - und kommentierte ihn dann.

Hier sind einige der Hauptthemen, die er im Zusammenhang mit diesem Song besprach.

- Wir können im Außen so tun, als ob wir glücklich sind, alle tun so 'als ob'. Wahres Glück finden wir nur innen.
- Unwissenheit macht uns unglücklich. Wenn ihr einen Wunsch habt und er wird erfüllt, werdet ihr gierig. Wenn er nicht erfüllt wird, werdet ihr wütend.
- Alle sind durch die drei Gunas gebunden. Indem ihr euch dem Herrn hingebt, werdet ihr frei davon, weil der Herr jenseits der drei Gunas steht, auch wenn Er in eine menschliche Form hineingeboren wird.
- Ihr habt eine ewige Beziehung zu Gott. Dies bringt innere Zufriedenheit und ist die wahre Bedeutung des Lebens. Sich darüber klar zu werden bringt ewiges Glück.
- Wochenend-Spiritualität: Nur am Wochenende in die Kirche/ den Tempel/ die Moschee zu gehen...Das macht uns nur für einige Zeit glücklich. So wie das Glück kommt, so geht es auch wieder.

Guruji sang dann seinen Lieblingsbhajan mit dem Publikum, Sabse Oonchi Prema Sagai, und sprach dann über dessen Bedeutung:

- Gebet ohne Hingabe bedeutet gar nichts.
 - Was Menschen Liebe nennen ist Feilschen - Geschäft. Wenn das Geschäft gut läuft, ist alles gut. Wenn nicht, fällt alles zusammen. Das sind rajasische Eigenschaften.
- Nicht alle verweilen im Tamasischen, sondern die meisten im Rajasischen. Rajasische Menschen handeln gut, wenn alles gut ist. Wenn es nicht gut ist, ist nichts, was sie tun, gut.


- In dem Ramcharitramanas sagte Tulsidas Goswami, alles sei nur Angeberei. Das ist Wochenend-Spiritualität: Nur wenn ihr Zeit habt, dann macht ihr euch auf. Was ist Spiritualtät dann? Es gibt sie nur, wenn ihr Zeit dafür habt.
- Das ist es, was die Menschen machen. Von Zeit zu Zeit gehen die Leute in die Kirche/ zum Tempel/ in die Moschee. Das führt euch nirgendwohin. Es weckt nicht diese Bhakti, diese Hingabe.
- Reine Liebe kann nur durch wahre Hingabe geweckt werden.
- Krishna sagte: Ergebt euch Mir.
- Könnt ihr dem Verstand sagen zu stoppen? Nein! Ihr benutzt euren Verstand seit der Kindheit. Wie denkt ihr? Wie erledigt ihr eure Arbeit? Wie werdet ihr erfolgreich? Wie sollte euer Leben sein? Ihr könnt das Mentale nicht bitten, stillzustehen.
- Was beherrscht den Verstand? Die fünf Sinne - das Pancha Tattva. Ihr könnt von ihnen nicht verlangen stillzustehen.
- Wir können nicht die Funktion unserer Sinne austauschen. Wir können nicht von den Augen verlangen, zu hören oder von den Ohren, zu essen. Jeder Sinn hat seine eigene Aufgabe.
- Ihr könnt mit dem Denken nicht aufhören, aber ihr könnt entscheiden, was ihr denkt und womit ihr den Verstand füttert.
- Krishna sagte: „Konzentriert euren Verstand auf Mich.“

Guruji beantwortete auch Fragen aus dem Publikum.

Können Frauen ein Abishekam für einen Shiva Lingam durchführen?
Wenn du dich nach den Shastras richtest, geht es nicht. Wenn dein Guru dich jedoch darum bittet es zu tun, ist es okay.

Warum hat Krishna beinahe Bhishma mit dem Wagenrad getötet?

Der interessanteste Teil der Mahabharata ist, wenn Krishna das Wagenrad nimmt, um Bhishma zu töten. Um die Frage zu verstehen, müssen wir bis zu der Entscheidung zurückgehen, wer Krishnas Armee und wer Krishna selbst nehmen würde.

Als Arjuna Krishna nahm und Duryodhana aus Stolz Krishnas Armee nahm, schwor Krishna, nicht zu kämpfen.

Vor der Mahabharata sagte Bhishma zu Karna, dass er das Schlachtfeld nicht betreten könne, solange Bhishma noch darauf stand. Nur wenn er fallen würde, könnte Karna kommen.

Am 11. Tag der Mahabharata wußte Bhishma, wer Krishna war: Ishwara Parama Krishna, Satchidananda Vigraha. Es war nicht nötig, dass ihm irgendjemand sagte, wer vor ihm stand. Auch wenn Krishna sich als normales menschliches Wesen getarnt hatte, wusste er, dass Krishna Sriman Narayana selbst war.

Krishna war wie keiner der vorhergehenden inkarnierten Avatare. Er war eine vollständige Inkarnation Seiner selbst.

Bhishma sagte während des Mahabarata-Krieges, dass er Krishna dazu bringen würde, eine Waffe zu nehmen und zu kämpfen.

Als Arjuna mit Krishna diskutierte und Ihn bat, nicht mit seinem Onkel zu kämpfen, antwortete Krishna: „Wenn du dein Dharma nicht erfüllst, werde ich ihn töten.“

Arjuna sagte, „Warum willst du ihn töten? Du hast selbst gesagt, dass du keine Waffe nehmen wirst.“

Krishna antwortete, „Ich habe dieses Gesetz erschaffen und ich kann es zerstören.“

Dieser Satz ist sehr wichtig. Der Herr ist nicht an irgendeines Seiner Gesetze gebunden, auch wenn Er das Gesetz selbst geschaffen hat. Es gibt kein Gesetz, dass den Herrn bindet.

Krishna zeigte Bhishma dies, weil Bhishma sehen wollte, wie Krishna Seine eigenes Gesetz bricht (keine Waffe zu nehmen).

Alle vorausgehenden Avatare zeigten Gehorsam. Rama wurde beispielsweise verbannt und Er stimmte dem zu. Krishna war anders. Er sagte: „Ich habe dieses Gesetz erschaffen, und ich bin durch nichts gebunden.“

Als Krishna das Rad hob, was tat Bishma?

Bhishma sagte: „Töte mich! Ich will es so!"

Die ganze Mahabharata war von Krishna erschaffen worden. Auch wenn die Kauravas dachten, dass sie es waren, die diesen Kampf machten. Es war Krishna Selbst, Der es erlaubte.

Da Barbariks Kopf das Schlachtfeld der Mahabharata beobachtete, fragte Krishna ihn: „Wer war für den Sieg der Pandavas verantwortlich?“

Barbarik lachte Arjuna aus. Arjuna sagte, „Warum lachst du mich aus? Machst du dich über mich lustig? Weißt du nicht, wer ich bin?“

Barbarik sagte: „Ja, ja, ich weiß, dass du Arjuna bist. Ich lache über deine Arroganz."

Arjuna sagte: „Wie kannst du sagen, dass ich arrogant bin. Ich habe gerade einen großen Krieg gewonnen.“

Barabarik sagte: „Ich sehe, wie dich deine Arroganz blind macht, dass du nicht einmal sehen konntest, dass du nicht einmal selbst gekämpft hast. Alles was du gemacht hast, hat Krishna für dich getan. Was ich von oben gesehen habe, war nur Krishna.“

Barbarik sagte zu Arjuna: „Allen Pfeilen, die du auf deine Feinde abgeschossen hast, ging das Sudarshana Chakra voraus.“ Krishna war derjenige, der alles machte.


Der Satsang endete damit, dass Guruji mit den Zuhörern Bhajans sang, und mit einem Arati für Krishna. Danach verbrachte Guruji über eine Stunde damit, mit den Menschen zu sprechen, die einer nach dem anderen kamen. Allen wurde traditionelles mauritianisches Prasad serviert.




Danach setzten sich die Devotees aus Mauritius mit einigen neu angekommenen Pilgern bei einem familiären Abendessen zusammen. Guruji sang Bhajans und lachte viel mit den Devotees.


Spät in der Nacht - oder, zu diesem Zeitpunkt am frühen Morgen - stand uns ein kleines Feuerwerk ins Haus.




Die Übergänge der Nacht, von spirituellen Lektionen zum Familientreffen, waren in ihrer so einfachen Art schön. Wir konnten aus den Geschichten über Lord Krishna und den mystisch schönen Bhakti- Yoga-Übungen unseres Meisters Wissen und Weisheit schöpfen.

Wir konnten da ein wenig von der Liebe zwischen Gott und seiner geliebten Schöpfung erfahren: wir verbrachten Zeit miteinander und genossen es, zusammen zu sein, aufeinander konzentriert. Alle Devotees waren in Respekt, Liebe und Dienst an Guruji wie aufgezogen, und hatten das Gefühl, dass es wohl unter den Gopas und Gopis mit ihrem geliebten Gopala ähnlich gewesen sein muss - einfache Erfahrungen, jedoch überfließend von Liebe.


25. Februar 2016

Pilgerfahrt nach Mauritius 2016


Nach einem Nachtflug zum Flughafen Port Louis kamen wir am frühen Mittwochmorgen in Mauritius an. Wir wurden von der Insel inmitten eines heißen und feuchten Sommers begrüßt -  ein Riesenunterschied zum deutschen Winter, von dem wir gerade kamen. 



Nachdem wir den Zoll passiert hatten, trafen wir viele Devotees, die kamen, um Guruji  wieder in der Heimat seiner Kindheit willkommen zu heißen. Sie übergaben Guruji eine Girlande und begrüßten ihn herzlich.


Wir fuhren von Port Louis zum Sri Ranganath Tempel in Rose Hill. Die Insel ist atemberaubend - tropisches Klima und regelmäßige Niederschläge sorgen für eine sehr grüne Landschaft, und die über die Insel verstreuten Berge sind von beeindruckender Schönheit. Wir sahen während der Fahrt viele Poster, die Gurujis Satsang- und Darshantour ankündigten.



Nach einer Stunde Fahrt durch Zuckerrohrfelder und Städte  kamen wir am Sri Ranganath Mandir an - dem ersten Tempel, den Guruji eingerichtet hat. Devotees hatten eine herzliche Begrüßung vorbereitet, mit einer Gurupuja, einer handgemalten Flagge, und einer Überraschung in Form eines Feuerwerks.








Wir begrüßten die Deities des Sri Ranganath-Mandir (Lakshmi-Narayan, die sich an Adishesh anlehnen), Radha Krishna und Balaram, Shirdi Sai, Ugra Narasimha, viele Murtis von Durga, und ein großer Shiva Lingam am Eingang. Dann  bekamen wir das Haus und das Zimmer zu sehen, in dem Guruji aufgewachsen ist.
Gurujis Zimmer ist jetzt von einer Ecke zur anderen mit Murtis und Postern von verschiedenen Formen des Göttlichen angefüllt. Auf einigen manifestiert sich Vibhuti, und eine Murti von Krishna steht in einer Schale mit selbstmanifestiertem Öl, von dem es heißt, es würde nur dann flüssig, wenn Guruji auf der Insel ist.
Guruji zeigte uns die erste Murti von Krishna  und auch den ersten Shiva Lingam, den er besaß. Um sich als Kind einen Shiva Lingam leisten zu können, legte er immer das Busgeld, das er von seinen Eltern bekam, beiseite und entschloss sich, stattdessen zu Fuß zu gehen. Nachdem er genügend gespart hatte, kaufte er diesen Shiva Lingam als seine erste Murti.


Der Garten des Tempels ist voll von riesigen Tulsipflanzen, die einen schönen starken Duft verströmen.

Während der Fahrt hatten  wir eine Geschichte über den Shiva Lingam am Eingang des Tempels gehört.


Die Geschichte berichtet, dass ein paar ansässige  Matajis den Sri Ranganath Mandir besuchten, während er geschlossen war, jedoch ein starkes Bedürfnis hatten zu beten. Sie sahen den Shiva Lingam außerhalb des Tempeleingangs und gingen hin, um ihm eine Puja darzubringen. Während sie mit den Gebeten anfingen, ging ein alter Mann zum Eingang des Tempels und beobachtete sie von weitem.
Als sie mit der Puja begannen, bemerkten sie etwas Seltsames. Während sie dem Shiva Lingam Wasser darbrachten, wurde der Mann, der beobachtend am Eingang stand, nass.
Eine der Matajis bemerkte dies und dachte, der Mann würde sich in die Hose machen. Seine Kleider wurden nass, an einem sonnigen Tag - was sonst konnte der Grund dafür sein?
Die Matajis fuhren mit dem Gebet fort, und boten dem Shiva Lingam  im Verlauf der Puja eine Blüte dar - aber sie verschwand.
Umherblickend sahen sie, dass die Blumen woanders aufgetaucht waren, - zu Füssen des Mannes am Eingang. 
Als sie sich klar wurden, wer dieser Mann wirklich war, waren die Frauen geschockt und sahen mit Ehrfurcht und Verehrung zu ihm hinüber. Der Mann hob seine Hand zum Segen und verschwand.

Am Abend versammelten sich Devotees zu einem Abishekam und einer Puja für Giridari und Gurujis persönliche Murtis.






Devotees sangen Bajans und Kirtan, während Guruji die Puja durchführte und später viele Bhajans leitete, und sogar die Gopi Gita recitierte. Die Stimmung im Raum war so freundlich und familiär. Alle waren so glücklich, Guruji wieder im Tempel zu haben, wieder in Mauritius, und das drückte sich im Singen und in der  Stimmung die Nacht  hindurch sehr schön aus.  Guruji war auch sehr entspannt, freundlich und glücklich, bei den Menschen zu sein. Er sagte zu  einem Zeitpunkt in der Nacht, dass er glücklich sei, wieder in Mauritius zu sein, weil die Menschen glücklich sind, dass er wieder da ist.