25. Februar 2016

Pilgerfahrt nach Mauritius 2016


Nach einem Nachtflug zum Flughafen Port Louis kamen wir am frühen Mittwochmorgen in Mauritius an. Wir wurden von der Insel inmitten eines heißen und feuchten Sommers begrüßt -  ein Riesenunterschied zum deutschen Winter, von dem wir gerade kamen. 



Nachdem wir den Zoll passiert hatten, trafen wir viele Devotees, die kamen, um Guruji  wieder in der Heimat seiner Kindheit willkommen zu heißen. Sie übergaben Guruji eine Girlande und begrüßten ihn herzlich.


Wir fuhren von Port Louis zum Sri Ranganath Tempel in Rose Hill. Die Insel ist atemberaubend - tropisches Klima und regelmäßige Niederschläge sorgen für eine sehr grüne Landschaft, und die über die Insel verstreuten Berge sind von beeindruckender Schönheit. Wir sahen während der Fahrt viele Poster, die Gurujis Satsang- und Darshantour ankündigten.



Nach einer Stunde Fahrt durch Zuckerrohrfelder und Städte  kamen wir am Sri Ranganath Mandir an - dem ersten Tempel, den Guruji eingerichtet hat. Devotees hatten eine herzliche Begrüßung vorbereitet, mit einer Gurupuja, einer handgemalten Flagge, und einer Überraschung in Form eines Feuerwerks.








Wir begrüßten die Deities des Sri Ranganath-Mandir (Lakshmi-Narayan, die sich an Adishesh anlehnen), Radha Krishna und Balaram, Shirdi Sai, Ugra Narasimha, viele Murtis von Durga, und ein großer Shiva Lingam am Eingang. Dann  bekamen wir das Haus und das Zimmer zu sehen, in dem Guruji aufgewachsen ist.
Gurujis Zimmer ist jetzt von einer Ecke zur anderen mit Murtis und Postern von verschiedenen Formen des Göttlichen angefüllt. Auf einigen manifestiert sich Vibhuti, und eine Murti von Krishna steht in einer Schale mit selbstmanifestiertem Öl, von dem es heißt, es würde nur dann flüssig, wenn Guruji auf der Insel ist.
Guruji zeigte uns die erste Murti von Krishna  und auch den ersten Shiva Lingam, den er besaß. Um sich als Kind einen Shiva Lingam leisten zu können, legte er immer das Busgeld, das er von seinen Eltern bekam, beiseite und entschloss sich, stattdessen zu Fuß zu gehen. Nachdem er genügend gespart hatte, kaufte er diesen Shiva Lingam als seine erste Murti.


Der Garten des Tempels ist voll von riesigen Tulsipflanzen, die einen schönen starken Duft verströmen.

Während der Fahrt hatten  wir eine Geschichte über den Shiva Lingam am Eingang des Tempels gehört.


Die Geschichte berichtet, dass ein paar ansässige  Matajis den Sri Ranganath Mandir besuchten, während er geschlossen war, jedoch ein starkes Bedürfnis hatten zu beten. Sie sahen den Shiva Lingam außerhalb des Tempeleingangs und gingen hin, um ihm eine Puja darzubringen. Während sie mit den Gebeten anfingen, ging ein alter Mann zum Eingang des Tempels und beobachtete sie von weitem.
Als sie mit der Puja begannen, bemerkten sie etwas Seltsames. Während sie dem Shiva Lingam Wasser darbrachten, wurde der Mann, der beobachtend am Eingang stand, nass.
Eine der Matajis bemerkte dies und dachte, der Mann würde sich in die Hose machen. Seine Kleider wurden nass, an einem sonnigen Tag - was sonst konnte der Grund dafür sein?
Die Matajis fuhren mit dem Gebet fort, und boten dem Shiva Lingam  im Verlauf der Puja eine Blüte dar - aber sie verschwand.
Umherblickend sahen sie, dass die Blumen woanders aufgetaucht waren, - zu Füssen des Mannes am Eingang. 
Als sie sich klar wurden, wer dieser Mann wirklich war, waren die Frauen geschockt und sahen mit Ehrfurcht und Verehrung zu ihm hinüber. Der Mann hob seine Hand zum Segen und verschwand.

Am Abend versammelten sich Devotees zu einem Abishekam und einer Puja für Giridari und Gurujis persönliche Murtis.






Devotees sangen Bajans und Kirtan, während Guruji die Puja durchführte und später viele Bhajans leitete, und sogar die Gopi Gita recitierte. Die Stimmung im Raum war so freundlich und familiär. Alle waren so glücklich, Guruji wieder im Tempel zu haben, wieder in Mauritius, und das drückte sich im Singen und in der  Stimmung die Nacht  hindurch sehr schön aus.  Guruji war auch sehr entspannt, freundlich und glücklich, bei den Menschen zu sein. Er sagte zu  einem Zeitpunkt in der Nacht, dass er glücklich sei, wieder in Mauritius zu sein, weil die Menschen glücklich sind, dass er wieder da ist.