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21. Dezember 2011

Yogananda-Narasimha


Auf der vergangenen Pilgerreise durch Indien war die Gruppe unter anderem in Ahobilam, dem Erscheinungsort von Narasimha.

Hier befinden sich 9 Tempel mit unterschiedlichen Darstellungen von Narashima in seinen verschiedenen Formen.
Eine dieser Formen heisst: "Yogananda Narasimha"

Swamiji stand vor dieser Statue und betete.
Dann wendete er sich zu Roshan (Koordinator von Atma Kriya weltweit) und sagte: Ich bat darum dass Narasimha sich Atma Kriya annimmt damit es sowohl auf der Welt als auch innerhalb der Menschen mehr und mehr Gestalt annimmt.

Jetzt findet in Springen jeden Morgen um 6:15, vor dem Morgengebet im Tempel ein "Gruppen Atma Kriya" statt. Jeder ist beeindruckt von der Intensität und dem tiefen Frieden dieser gemeinsamen Meditation.

6. Juli 2010

Swamiji's Cookies


Letzte Woche saß Swamiji im Büro und unterschrieb die Dankes-Karten für die Spender. Gleichzeitig war Satya tief unten im Heizungskeller dabei, mit Flaschenzug und Ketten die alten sehr schweren Gußteile der leider nicht mehr in Gang zu bringende Heizung in Einzelteilen heraus zu ziehen.

Es war ein echter Knochenjob und er war total schwarz von dem Ruß. Zwischendrin kam er mal hoch ins Büro und sah die Kekse neben Swamiji's Tee, und ruck zuck hat er sich eins stibitzt. Swamiji sah es im Augenwinkel und schmunzelte.

17. Juni 2010

Eine neue Mitbewohnerin

Vor einigen Tagen haben wir eine Schlange im Gestrüpp entdeckt. Wir hatten Glück: sie hatte gerade eine riesige Kröte im Maul und war dadurch in Ihrer Bewegung sehr eingeschränkt. Für einige von uns war es das erste mal, eine Schlange in freier Natur zu sehen. Sie war recht groß: ca 5 cm Durchmesser und schätzungsweise 1 bis 1,50 m lang.
Wir überlegten tatsächlich, ob die Schlange an der Kröte wohl ersticken müsse - beschlossen aber, dass die Natur sehr wohl weiss was sie macht. Ich "googelte" nach heimischen Schlangen und fand heraus, dass es eine Ringelnatter ist, also ungefährlich aber in dieser Größe wohl auch sehr selten. Am nächsten Morgen war sie wieder verschwunden, doch wir wissen jetzt, dass wir hier noch eine weitere Bewohnerin haben.

7. Mai 2010

Geschichte: Wie Krishna den Gopis die Kleider stahl

Freitags, während des (längeren) Morgengebetes liest Kalyani immer einen Geschichte vor. Heute früh ging es um Krishna und die Gopis:
Früh am Morgen pflegten die Gopis ans Ufer der Yamuna zu gehen, um zu baden. Es ist ein alter Brauch bei den indischen Mädchen und Frauen, daß sie, bevor sie ihr Bad im Fluß nehmen, ihre Kleidungsstücke an das Ufer legen und dann völlig nackt ins Wasser steigen. Der Zutritt zu dem Teil des Flusses, an dem die Mädchen und Frauen baden, ist jeder männlichen Person streng verboten, und so wird es auch heute noch gehalten. Am Ende des Monats erschien Krishna an diesem Ort. Krishna sammelte, als Er plötzlich auftauchte, sogleich sämtliche Kleider der gopis zusammen, kletterte auf einen nahestehenden Baum und wandte Sich lächelnd an die Gopis. "Meine lieben Mädchen", sagte Er, "bitte kommt eine nach der anderen hierher und bittet um eure Kleider. Dann könnt ihr sie wiederhaben."
Als die Mädchen im Wasser diese scherzenden Worte Krishnas hörten, blickten sie sich gegenseitig an und lächelten. Sie freuten sich sehr, solch eine Aufforderung von Krishna zu hören, denn sie waren bereits in Ihn verliebt. Schüchtern wie sie waren, tauschten sie vielsagende Blicke aus, aber sie wagten es nicht, aus dem Wasser zu kommen, weil sie nackt waren. Als sie schon für längere Zeit im Wasser ausgeharrt hatten, begannen sie zu frieren, und sie zitterten.
So wandten sie sich mit folgenden Worten an Krishna: "Lieber Sohn Nanda Maharajas, bitte treibe nicht in dieser Weise Deinen Scherz mit uns. Was Du machst, ist ungerecht. Du bist ein ehrenwerter Junge, denn Du bist der Sohn Nanda Maharajas, und Du bist uns allen sehr lieb. Aber Du solltest uns nicht solche Streiche spielen, weil wir nun schon vor Kälte im Wasser zittern. Sei also so gut und gib uns unsere Kleider wieder, sonst müssen wir noch weiter leiden." Dann hielten sie inne, um mit einem Ton großer Unterwürfigkeit fortzufahren. "wir alle sind Deine ewigen Dienerinnen. Wir sind dazu verpflichtet, alles, was Du uns befiehlst, ohne Zögern zu tun, denn dies sehen wir als unsere religiöse Pflicht an. Aber wenn Du weiterhin auf dieser Forderung beharrst, der wir unmöglich Folge leisten können, werden wir zu König Kamsa gehen und ihm von Deinem schlechten Betragen berichten." Als Krishna die Worte der unverheirateten Gopis hörte, erwiderte Er: "Meine lieben Mädchen, wenn ihr glaubt, daß ihr Meine ewigen Dienerinnen seid, und wenn ihr immer bereit seid, Meine Befehle auszuführen, dann möchte Ich von euch, daß ihr bitte allein, eine nach der anderen, mit einem lächelnden Gesicht hierherkommt und euch eure Kleider zurückholt. Wenn ihr jedoch nicht zu Mir kommt und euch bei Meinem Vater beschwert, so macht Mir das überhaupt nichts aus, denn Ich weiß, daß Mein Vater alt ist und Mir nichts anhaben kann." Als die gopis sahen, daß Krishna fest entschlossen blieb, sahen sie keine andere Möglichkeit, als Seinem Befehl zu folgen. Sie kamen eine nach der anderen aus dem Wasser heraus und bekamen ihre Kleider.

22. April 2010

Swamiji kocht für uns



Am Abend vor unserem Kartoffeltag hat Swami gemeinsam mit dem Küchenteam für uns alle gekocht!

Mmmm, lecker!
Am besten sind immer die selbstgemachten Kartoffelchips!

15. Dezember 2009

Ein Zu-Fall

Auf dem Rückweg von einem Termin in der Frankfurter Innenstadt sah ich am Eingang des Parkhauses einen Mann stehen, der die Obdachlosenzeitung anbot und um eine Spende bat. Ich war sehr in Eile und dachte mir auch, dass ich noch mindestens fünf Euro für die (überteuerten!) Parkgebühren brauchen würde. Ich nickte dem Mann deshalb nur freundlich zu und zuckte mit einem bedauernden Lächeln die Schultern. Im Weitergehen fiel mir Swamiji ein und auch, dass immer Sonntags eine kleine Gruppe aus dem Bhakti Marga Zentrum nach Frankfurt fährt, um dort die Obdachlosen auf der Straße zu unterstützen – und ich fühlte mich schlecht, weil ich vorbeihastete … aber „ich war ja in Eile“! Als ich dann vor dem Parkautomaten stand um mein Ticket zu bezahlen, sah ich am Boden einen leicht zusammengeknüllten Fünf-Euro-Schein liegen. Weit und breit war niemand zu sehen, dem der Schein hätte gehören können. So steckte ich ihn ein, obwohl mir sofort der Gedanke kam, das Geld dem Mann mit den Obdachlosenzeitungen zu geben. Auf dem Weg zu meinem Auto hatte ich ständig den Satz im Kopf: „Jedes Mal, wenn Du an diesem Kassenautomaten stehen wirst, dann wirst Du daran denken, dass Du das Geld nicht einem Bedürftigen gegeben hast“! … aber „ich war ja in Eile“! Ich fuhr los und musste nach kurzer Fahrt feststellen, dass ich direkt auf eine Sperre zufuhr. Statt in Richtung Ausfahrt war ich in die Gegenrichtung gefahren und musste wenden, um aus dem Parkhaus herausfahren zu können. Wieder kam mir Swamiji in den Sinn und der Gedanke, dass ich das Geld nicht einem Bedürftigen gegeben hatte, wurde so intensiv, dass ich schließlich mein Auto wieder einparkte, den Weg zurückrannte und dem Mann mit den Obdachlosenzeitungen den Fünf-Euro-Schein in die Hand gab. Er schaute mir direkt in die Augen und sagte mit fremdländischem Akzent: „Bist Du Christ“? In meiner (scheinbaren) Eile brauchte es wohl eine ganze Reihe von deutlichen Hinweisen, bis ich mich daran erinnerte!
 Sibylle

10. Dezember 2009

Es gibt keine Zufälle!



Gestern hatte Swamiji vor seiner Abreise nach Russland noch all seine Post aufgemacht und gelesen. Die Briefe und Päckchen stapelten sich schon etwas und er ging ein Brief nach dem anderen durch. Zu aller oberst lag nun eine Postkarte. In dem Moment ist mir eingefallen, dass ich ihn ja herzlich von einer sehr guten Freundin grüssen sollte, welche mit ihrer Familie in Asien und aktuell in Neuseeland mit dem Fahrrad auf Reisen ist. Er lächelte kurz in sich hinein, nahm die Postkarte in die Hand, drehte sie um und sagte „ … schau, da ist eine Karte von ihr …“
Dakshini Springen


1. November 2009

Tägliche kleine Unterhaltungen

Swami Vishwananda spielt mit der Interaktion. Jeden Tag, in jedem Moment! Er zeigt noch nicht mal ein Tausendstel seines Wissens!
In seiner Gegenwart, während der täglichen kleinen Unterhaltungen, weiß man oft nicht mehr so genau was man denken soll. Er kann dir eine Banalität mit einem sehr ernsten Gesicht eindrucksvoll sagen, oder er gibt dir eine wirklich wertvolle Botschaft in einem scheinbar belanglosen Satz nebenbei. Er kennt Deine Vorurteile und all deine fixierten Vorstellungen!
Wie oft habe ich in seiner Gegenwart beschämt gemerkt, wie ich Menschen beurteile, ohne sie überhaupt zu kennen! Swami urteilt nie, er liebt!

24. Oktober 2009

Herziges aus unserem Alltag

Heute Nachmittag hatte ich Küchendienst und spülte das Gischirr vom Mittagsessen in der Grossküche. In dieser Zeit kam ein Mechaniker um nach unserem defekten Gasherd zu schauen.
Wir kamen etwas ins Gespräch und er fragte mich, ob wir hier eine Kirche oder so was ähnliches seien. Beim Umschauen entdeckte er verschiedene Ikonen und Fotos von Swamiji. Er erzählte, dass er ursprünglich aus Russland kommt, jedoch dort in einem deutschen Dorf grossgeworden ist. Er war sehr offen und interessiert, deshalb habe ich ihn eingeladen unsere Kapelle kurz zu besuchen, was er trotz Zeitdruck gerne annahm. Auf dem Weg dorthin stellte er interessiert Fragen zu den Statuen und Bildern. Oftmals gab er sich selbst die richtige Antwort, aus welchem religiösen Hintergrund die jeweiligen Bilder stammen.
Angekommen, zog er gerne seine Schuhe aus und war sichtlich berührt von unserer orthodoxen Ikonenkapelle. Auf dem Weg zurück zur Küche fragte er mich, wie wir uns denn finanzieren würden. Ich erklärte ihm, dass wir einen Hotel- und Seminarbetrieb aufnehmen werden, jedoch auch Spenden erhalten. Zurück in der Küche fragt er mich ob er denn auch etwas Geld geben dürfte und greift in die Hosentasche seines blauen Antons (Overall) und gibt mir warmherzig sein ganzes Münzgeld, 9,40€ und einen Schraube, was er bei sich hatte. Ich verabschiedete mich und zündete eine Kerze für diesen Mann vor der Schwarzen Madonna an, noch immer berührt von dieser edlen Geste und ging wieder zurück an meine Arbeit.
Dakshini, Springen

13. Oktober 2009

Die Eidechse

An einem sonnigen Sommertag in Springen als Swamiji auf Reisen war, ging ich in sein Bungalow um sauber zu machen. Ich wollte die warmen Sonnenstrahlen nutzen und legte Gurujis Bettdecke zum Lüften aus dem Fenster. Als ich nach einiger Zeit die Bettdecke wieder zurücklegen wollte, bemerkte ich erst die Eidechse, die sich wohl die ganze Zeit auf seiner Decke in der Sonne wärmte. Erschrocken hat sich die kleine Echse schnell unter das Bett verkrochen und ich hatte keine Chance sie zurück ins Gras zu setzen.
Zwei Tage später ging ich erneut ins Swamis Zimmer, um nach der Eidechse Ausschau zu halten und fand sie zusammengerollt genau vor seinem Altar.
Sie war sicherlich sehr erschöpft, da sie zwei Tage ohne Wasser und Nahrung auskommen musste, denn sie rührte sich fast nicht mehr. Ich setzte die bewegungslose Eidechse mit einem Stoßgebet und einem dünnem Heiligenbuch ins Gras. Ich gab ihr etwas Wasser zum Trinken und bespritzte sie etwas mit Wasser, worauf sie kurz danach blitzschnell verschwand.
Dakshini / Springen

14. September 2009

Die Wespe und der Guru

Gestern früh brütete Swamiji an seinem Terminplan für das nächste Jahr. Pritalananda saß neben ihm und arbeitete an seinem Laptop. Plötzlich flog eine Wespe um Swamiji's Kopf herum und landete auf seinen Haaren. Ich jagte sie weg, aber sie flog auf die andere Seite des Kopfes und landete dort. Pritalananda wurde hektisch und fuchtelte nervös mit den Händen herum als Swamiji zu der Wespe sagte: "Bitte fliege raus, sonst wird dich dieser Mann töten!" woraufhin Pritala schnell zu der Terrassetür ging um sie zu öffnen. Sie war noch nicht ganz auf, als die Wespe schon heraus flog. Er sagte: "Swamiji, die Wespe war echt schnell, sie verstand deine Worte sofort!" Pritalananda, Springen

4. September 2009

Swami mit einem Hasen
















Bei meinem letzten Besuch in Springen brachte ich kurz meinen kleinen Hasen mit. Swami sah ihn in der Eingangshalle, kam, und wollte ihn auch einmal streicheln. Der Hase hatte nicht so viel Zutrauen zu ihm und versuchte zu entkommen, saß dann aber doch sehr relaxed auf Swami's Schoß. Er wollte keinen Löwenzahn fressen und fing statt dessen an mit seinen Vordepfoten an Swamis orangener Robe zu kratzen, woraufhin Swami plötzlich Bedenken kamen: "Ohhh, ich glaube der Hase denkt, daß ich eine Riesenkarotte bin?" Und er setzte den Hasen ganz schnell wieder auf die Bank.
Lilo / Springen

26. August 2009

Ich bin kein hoffnungsloser Fall!

Vor kurzem hat mir ein Freund von einem Ausschnitt aus dem neuem Babaji-Buch “Unity with the Devine” erzählt.
In diesem Teil des Buches sagt Babaji: '...Die traditionelle indische Guru-Schüler Rolle ist überholt. Heutzutage übernimmt der Guru eine ausgleichende Funktion. Unter seiner Führung musst du deine eigene innere und äussere Transformation in die Erleuchtung machen. Der göttlich Plan sieht für heutige Zeit die Hingabe an den Inneren Guru vor.
Das half mir sehr, die Lektionen meines Gurus besser zu verstehen . Es machte mich zuversichtlich. Dass ich trotz meiner „unheiligen“ Freuden und Gewohnheiten und meiner Verwicklung in weltliche Dinge kein hoffnungsloser Fall bin! Zumindest nicht in Gottes Augen.
Rajani/ Springen

15. August 2009

Om Namo Narayanaya

Vor wenigen Tagen musste ich schnell aus meinem Zimmer im Zentrum Springen etwas holen. Dabei stand meine Balkontür weit offen und ich hörte von draußen aus der Ferne ein melodisch gesungenes Mantra. Ich empfand diese Musik als sehr angenehm und vermutete, dass es eine CD war. Kurz danach traf ich auf Guruji. Er ging auf sein Zimmer im Zentrum. Von draußen hörte man immer noch die schönen Klänge, diesmal jedoch deutlich näher. Er fragte, wer denn hier so schön singen würde. Oh, dies sei von einer CD … antwortete ich. „Nein, das ist es nicht“, widersprach er mir und öffnete seine Balkontür. Dort saß eine Gruppe von fünf Personen auf dem Rasen, welche Vibhuti in kleine Plastiktüten abpackte und dabei überaus zart und schön das Mantra "Om Namo Narayanaya" sangen. Swamiji hatte sich sehr gefreut, als er diese kleine Runde sah, die so hingebungsvoll die heilige Asche abpackte und nicht vor sich hin quasselten.
Dakshini, Springen

13. August 2009

Aus hygienischen Gründen!

Gestern, im Laufe des Vormittags hier im Ashram in Springen, begab sich folgende kleine Episode: Aus der (oberen) Spülküche hörte ich lautes Gehämmere- ich ging hin und Swami kam gerade heraus und fragte mich: „Kannst Du mir bitte sagen, warum sie die Fliesen von der Wand klopfen? Sie sind doch ok!“ Ich hatte keine Ahnung! - Sathya kam dazu und versuchte zu erklären, dass an dieser einen Wandfläche manche der Fliesen kaputt waren und wir aus hygienischen Gründen (Bestimmungen in Deutschland) überall glatte Flächen brauchen. Ok- Swami nahm den dicken Hammer und fand noch einige Ecken und Flächen in der Küche, die seiner Meinung nach auch nicht ok waren- Sathya konnte es nur schwer aushalten, und wollte weg, er konnte es nicht mit anschauen- Swami sagte aber immer wieder:" Du bleibst hier" und fand immer mehr Fliesen die locker waren oder kaputt. Es machte Swami viel Spaß! Wir haben dann demnächst in der Küche absolut hygienische Wände! Drishti, Springen