24. Juli 2015

Erfahrungen aus dem Sri Yantra Kurs mit Sri Swami Vishwananda


Am vergangenen Wochenende führte Sri Swami Vishwananda in Shree Peetha Nilaya durch eine Veranstaltung, bei der die Göttliche Mutter in Ihrer mystischen, geometrischen Form verehrt wurde. In dem Sri Yantra Kurs, einem exklusiven zwei-tägigen Diskurs über die innere Bedeutung dieses Symbols der Göttlichen Mutter, lud Swamiji die Leute dazu ein, diese Qualitäten in sich selbst zu finden.

Wir befragten einige der Teilnehmer, um zu hören, wie der Kurs für sie war, und was sie aus dieser Einführung zur Göttlichen Mutter durch Sri Swami Vishwananda gelernt haben.
Erfahrung eines Übersetzers

„Wunderbarl! Es war sehr informativ. Es fühlte sich an, als ob ich mit etwas in uns verbunden würde. Ich konnte es mir vorstellen und mich damit verbinden [das Sri Yantra]. Ich fand, dass Guruji, wie immer, alles sehr gut erklärt hat: sehr klar und eingänglich.

Die komplizierte Puja durchzuführen, war lohnenswert. Jetzt macht es Sinn, sich die Mühe zu machen und sich zu verpflichten… es gibt einfachere Wege, doch dies ist die kosmische, die Göttliche Energie, welche unsere Essenz ist, und so sollte man sich wirklich die Zeit nehmen und sie ins eigene Selbst investieren, ins Wahre Selbst, in die Göttliche Essenz.
Ich hatte zuvor eine Rückmeldung, dass es wirklich speziell sei, sie durchzuführen, und meine Erfahrung war wirklich unbeschreiblich. [Der Kurs] gibt dir all die Werkzeuge, die du benötigst, um dich ganz mit dem Göttlichen zu verbinden. Dort ist es, im Sri Yantra – wenn du es siehst, wenn du es lässt.

[Sri Swami Vishwananda] hat unbeschreiblich viel gegeben und war großzügig mit Seiner Zeit. Das ist das Erstaunliche mit Ihm, Er teilt so viel, und ist so geduldig, ob man kompetent ist, oder nicht. Solange wir uns Mühe geben, das Göttliche zu finden, wird Er uns die dazugehörigen Werkzeuge geben.
Dass uns (am Ende) das großartige Mantra gegeben wird, ist einer der Höhepunkte, das uns in der Fähigkeit voranbringt, tiefer in die Praxis zu kommen. Stets entdecke ich etwas mit Ihm, man kann es wirklich nicht in Worte fassen, was Er uns gibt. Man kann wirklich nicht verstehen, was Er uns gibt, denn es ist unergründlich. Die Dankbarkeit, die wir zeigen können, reicht nicht aus für das, was man empfängt. Niemand versteht tatsächlich, was man wirklich daraus erhält."
Von einem Atma Kriya Yoga Lehrer

„Was hast du von dem Kurs erwartet?"

„Informationen über das Sri Yantra… ich habe die Information, die ich brauchte, bekommen – wir sind das Sri Yantra. Als ein Atma Kriya Yoga Lehrer hat mir der Sri Yantra Kurs dabei geholfen, zu erkennen, dass wir während dem Atma Kriya Yoga eine Puja durchführen. Es ist das größte Abishekam für uns. Nehmen wir uns als Sri Yantra an, dann ist unser Kriya ganz wie die Sri Yantra Puja. Der Kurs ermöglichte es mir, diese Verbindung zu erfahren und die Schönheit im Sri Yantra besser zu verstehen."

„Kannst du mir erzählen, wie es ist, mit Guruji zu arbeiten?"

„Es ist großartig mit [Sri Swami Vishwananda] zu sein. Es ist schwierig, geistige Notizen sind schwer bei so viel Informationen. Ich habe das Gefühl, die Informationen im Kurs zu lernen, macht das Zeichnen vom Sri Yantra sehr außergewöhnlich, denn man kennt dann die Bedeutung der einzelnen Teile. Während der Einweihung fühlte ich etwas ganz Besonderes. Ich weiß nicht was, aber es war etwas wirklich Tiefes. Ich habe keine Worte, um auszudrücken, was geschah, aber ich weiß, dass es stark war. Ich schlief fast ein – eine tiefe Ruhe kam in mir auf."
Von einem Devotee

"Ich hatte keinerlei Erwartungen. Doch um ehrlich zu sein, machte ich den Kurs, um Zeit mit Ihm verbringen zu können. Der Inhalt war weniger wichtig, als die Zeit mit Ihm zu verbringen. Die Erfahrung war dennoch großartig. Zu hören, wie Er die Mantras rezitierte, die Mantras zu singen, und auf die Teile des Sri Yantras zu meditieren, hinterließ bei mir einen spirituellen Aufwind. Durch die Erfahrungen hindurch, fühlte ich mich mit etwas verbunden, wozu ich keine Verbindung erwartet hatte.

Ich habe das Gefühl, dass wir kaum die Oberfläche von dem, was das Sri Yantra ist, gestreift haben, doch ich fühle, dass Er die Saat für etwas gelegt hat, dass sich in der Zukunft enthüllen mag. Ich glaube, einen Vorgeschmack von dem bekommen zu haben, was das Sri Yantra ist und bedeutet.
Ich habe das Gefühl, dass nur die Oberfläche gestreift worden ist, denn ich denke nicht, dass die Essenz des Sri Yantras mit Worten beschrieben werden kann. Wie auch immer, Guruji gibt uns nicht nur Worte, sondern auch eine ganz andere Art von Erfahrungen jenseits der Kommunikation."

23. Juli 2015

Interview mit Sri Swami Vishwananda


Während Seiner Italien Rundreise im März dieses Jahres, hat Sri Swami Vishwananda ein Interview gegeben. Der Interviewer, Amrir Ananda Giri J., begann mit der Frage, wie die vier erwähnten Gurus im Gebet zum Guru (unten) durch Swamiji arbeiten.

Gurur Brahmaa Gurur Vishnuh
Gurur Devo Maheshvarah
Guru Shakshat Param Brahma
Tasmai Shree Guruve Namaha

Sri Swami Vishwananda: „Man muss dieses Mantra tatsächlich verstehen; es gibt keine vier verschiedenen Gurus, sie alle sind vier in Einem. Es gibt nur einen Guru – Guru ist Brahma, Guru ist Vishnu, Guru ist Shiva und Guru ist Parabrahma. In der Hindu Tradition verehren wir natürlich Gott. Wir haben große Ehrfurcht vor Gott – Gott ist das Höchste. Doch Gottbewusstsein herrscht überall, in allem. Es gibt keinen einzigen Ort, wo Gott nicht gegenwärtig ist. Wie jedoch Krishna in der Gita gesagt hat: ‚Ich werde in der Form des Meisters kommen, in der Form des Gurus.' Der Guru ist der Repräsentant des Schöpfers, Beschützers und Zerstörers. Und der Guru ist Parabrahma, denn in der Hindu Tradition können wir Gottes Gnade nicht ohne die Gnade des Meisters erlangen. Und das ist nicht nur in der Hindu Tradition so, es gilt in allen Traditionen. Denn man kann Gott nicht erreichen ohne die Gnade zu empfangen – und diese Gnade tragen die Meister. Also, wenn  man dem Meister zugeneigt ist, wenn man in Verbindung mit dem Meister ist, gießt der Meister diese Gnade über dem Schüler, oder dem Devotee, aus. Und wenn man diese Gnade empfängt, nimmt man das Göttliche wahr. Dann erkennt man, dass es keinen Unterschied gibt zwischen dem Meister und dem Göttlichen. Da ist kein Unterschied zwischen Gott und Seinem Schüler, der Guru, und dem, der die Jüngerschaft oder Gottbewusstsein erreicht hat, sie sind Eins geworden. Doch eine Sache ist ganz klar – der Guru wird immer wissen, wo der Guru steht und wo Gott steht. Deshalb sagte ich vorgestern, im Leben von Kabir gab es eine Zeit, als er eine Vision hatte: auf der einen Seite stand sein Guru, und auf der anderen Seite stand Krishna. Er befand sich in einem großen Dilemma: ‚Vor wem soll ich mich zuerst verbeugen, vor dem Guru, oder vor Govinda? Er hat sich dann zuerst vor seinem Guru verbeugt. Warum? Ohne die Gnade des Meisters, würde er Govinda niemals finden, er würde Gott niemals finden. Doch durch die Gnade des Meisters hatte er Krishna gefunden. Es ist das Gleiche in den Leben von all den Großen. Sri Adi Shankaracharya sagte selbst: ‚Ich war ein großer Gelehrter. Ich habe um all die Vedas, all die Upanishaden, all die Puranas gewusst, aber trotzdem ist ohne die Gnade meines Meisters, ohne den Segen des Gurus, nichts möglich.' Das ist die Bedeutung von diesem Vers. Er sagt, dass der Guru der Schöpfer ist. Der Guru ist der Eine, der eine bestimmte Illusion erschafft, bestimmte Situationen, eine bestimmte Richtung im Leben des Devotees oder des Schülers.
Und Er ist der Eine, der in der Form Vishnu's alles erhält. Er ist der Eine, der das Wissen zum Erhalt gibt, das Wissen, damit der Devotee verstehen kann, wohin er geführt wird. Und der Guru ist Shiva, denn Er ist der Eine, der Unwissenheit zerstört.

Dafür steht das Wort Guru. Das Wort Guru bedeutet das ‚Entfernen der Dunkelheit.' In dieser Form ist Er Shiva, der die Unwissenheit zerstört, die Dunkelheit der Unwissenheit, und der aus einem das Wahre Selbst erstrahlen lässt. Der Guru ist diese drei in Einem, und der andere Vers sagt dann: ‚Guru Shakshat Parabrahma.' ‚Guru Shakshat Parabrahma' bedeutet, der Guru ist der Höchste. Hier ist der Guru nicht der physische Guru, sondern Er ist der Universelle Lehrer – Gott Selbst."

Um das ganze Interview zu sehen, klicke bitte folgenden Link an:  


21. Juli 2015

Verheißungsvolle Kuh Seva im neuen Zeitalter von Bhakti Marga


Sri Swami Vishwananda spricht mit Devotees während das erste, verheißungsvolle Abishekam auf Seine Lotosfüße mit der Milch der Bhakti Marga Kühe, vorbereitet wird.  

Am letzten Freitagabend erhielten über 200 Devotees, die zum Sri Yantra Kurs am 18. und 19. Juli nach Shree Peetha Nilaya gekommen waren, einen unerwarteten Segen von Sri Swami Vishwananda: die Gelegenheit, einem verheißungsvollen Abishekam auf Swamiji's Lotosfüße beizuwohnen.
Dieses Ereignis fand ohne eine offizielle Vorankündigung in der Lichthalle von Shree Peetha Nilaya statt, wo die Leute nach 22:00 Uhr begannen, sich um Sri Swami Vishwananda zu scharen. Das Besondere an diesem Abishekam war, dass es mit der gewonnenen Milch von den beiden neuen Bhakti Marga Kühen durchgeführt wurde – dem letzten Melken bevor sie im September gebären.
Diese beiden Kühe waren Sri Swami Vishwananda am Morgen des ersten Tages der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum von Bhakti Marga geschenkt worden. Einige hundert anwesende Devotees draußen vor dem Haupteingang von Shree Peetha Nilaya, waren von deren plötzlichem Erscheinen überrascht, als sie in Richtung Foyer geführt wurden.
Sri Swami Vishwananda im Foyer von Shree Peetha Nilaya, bereit, beide Kühe willkommen zu heißen, und ihnen Seinen Segen zu geben durch das Zelebrieren einer Puja. 
 
Es ist sehr glücksverheißend, dass der selbstlose Dienst der Bhakti Marga Kühe während der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum von Bhakti Marga begann. Um einen kleinen Einblick in die tiefe Bedeutung dieser verheißungsvollen Ereignisse zu haben, lasst uns an die große Bedeutung der Kuh in der Hindu-Tradition erinnern, an ihre Symbolik, insbesondere im Vaishnavismus.
Gau Dhaan
‚Gau' bedeutet ‚Kuh' and ‚Dhaan' bedeutet ‚Schenkung'. Das Glückhafte einer Kuh-Schenkung ist seit Urzeiten bekannt, als Kühe Brahmanen geschenkt wurden, insbesondere von Königen, deren Aufgabe es war, das gute Funktionieren der Ashrams zu unterstützen. Die Kühe stellten Milch für die Produktion von Joghurt und Ghee zur Verfügung, sowie Urin und Dung, die allesamt benötigt werden, um die hinduistischen Rituale der Verehrung, wie Puja, Abishekam und Yagna, durchzuführen. Im Vaishnavismus wird die Schenkung einer Kuh als zweithöchste Form einer Schenkung angesehen, die jemand einem Guru machen kann – (das Höchste ist die eigene Ergebung) – und deren Vorteile sind endlos.
Sri Swami Vishwananda führt am Morgen des ersten Tages der 10-Jahres Feierlichkeiten von Bhakti Marga eine Puja mit beiden Kühen durch.

Gau Mata
‚Gau' bedeutet ‚Kuh' und ‚Mata'  bedeutet ‚Mutter'. In den Hindu Schriften weist die Kuh auf Devi und Mutter Erde hin, als immer gebende Ernährerin, die alle versorgt und das Leben aller Kreaturen erhält. In der Hindu Tradition werden alle Kühe als die irdische Verkörperung von Kamadhenu betrachtet (auch Surabhi zugewiesen), die wundertätige ‚Kuh der Fülle', oder ‚'Wunscherfüllende Kuh' und ‚Mutter aller Kühe', die beim ‚Verquirlen des milchigen Ozeans' herauskam. Sie ist häufig abgebildet mit ihrer Tochter Nandini, und sie ist ein Symbol von Fülle und Wohlstand.
Die Kuh ist ein Symbol der Sanftheit, Mutterschaft, des selbstlosen Dienstes, der liebevollen Akzeptanz, Toleranz, Kraft und Ausdauer. Die Kuhmilch und die Molkereiprodukte sind eine Hauptquelle der Ernährung; der Kuhdung ist eine Brennstoffquelle, und wird ebenso verwendet als Düngemittel und Desinfektionsmittel; ihr Urin wird für medizinische Zwecke verwendet. Durch die Verehrung der Kühe, werden Menschen dazu inspiriert, deren Eigenschaften zu entwickeln.
Sri Swami Vishwananda besucht am Freitagnachmittag, vor dem Abishekam, den BM Kuhstall in Springen.

Lord Krishna, der Kuhhirte von Vrindavan

Die süßesten Freizeitbeschäftigungen von Lord Krishna, dem achten Avatar von Lord Vishnu, fanden in Vrindavan statt, wo Er die Rolle eines Kuhhirten spielte. Seine Namen Govinda und Gopala beziehen sich auf diese Bala Leela:  
Govinda – ‚Go' bedeutet ‚Kuh', ‚Land', ‚Sinne', und ‚vinda' bedeutet ‚'Freude-spendend'; wann immer und wo immer Lord Krishna erscheint, wird alles sehr erfreulich und ansprechend.
Gopala - ‚Go' bedeutet ‚Kuh', ‚Land', ‚Sinne' und ‚pala' bedeutet ‚Beschützer', ‚Führer'; Der Eine, Der unsere Sinne gefangen nimmt, beschützt und führt unsere Seelen zum Höchsten Ziel – zur Höchsten Liebe.
Ein wahrer Satguru wie Sri Swami Vishwananda, ist eine Verkörperung von Lord Krishna Selbst. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Satguru, dem Höchsten Herrn oder der Höchsten Liebe. Deshalb ist der Satguru Selbst Govinda und Gopala.

Swamiji teilte dies während des Shreemad Bhagavad Gita Kurses im letzten Jahr mit uns. Hier ist ein Auszug Seiner Erläuerungen zum 4. Kapitel, Vers 7:  
„All die Organe des Körpers werden in den Füßen repräsentiert. Bei der Reflexzonenmassage zeigt es sich, dass die Füße das ganze Wesen repräsentieren. Deshalb berühren wir die Füße des Meisters, wohin wir auch gehen, wir sind fokussiert auf die Füße des Meisters, wir ergeben uns zu Füßen des Meisters. In diesem Vers sagt der Herr zu Arjun: ‚Ich kann Mich in jeglicher Form manifestieren; die Schriften wissen nicht, wo oder wann Ich Mich manifestieren werde. Doch tue Ich es stets, wenn es eine Bedrohung gibt, die die ganze Welt zerstören könnte. Und wenn es eine Bedrohung gibt, die jemanden zerstören will, manifestiere Ich Mich in der Form des Gurus, um demjenigen zu helfen, sich von seiner Unwissenheit zu befreien."

Das Buch von Sri Swami Vishwananda's Shreemad Bhagavad Gita Bhasya ist gerade zum Drucken rausgegangen, und wird zu GuruPurnima zum Kauf erhältlich sein! Bis dahin veröffentlichen wir ebenso 108 Videos vom Shreemad Bhagavad Gita Kurs auf unserem YouTube Kanal - hier anklicken.