6. März 2015

Vrindavan Pilgerreise, 5. Tag (5. März 2015)


"Vrindavan ist das Land, in dem du von deinem Stolz gereinigt wirst, und von deinem Ego.  Je bescheidener du bist, desto mehr offenbart sich dir der Herr"
Sri Swami Vishwananda


Gaura Purnima:
Gaura Purnima ist im März und ist das Fest der Geburt von Chaitanya Mahaprabhu. Nach der Puja zu Ehren von Chaitanya Mahaprabhu hatten wir eine Menge Spaß beim feiern.  Er war ein Hindu-Mönch im 16. Jahrhunderts und ist für die Verteidigung und die Verehrung Krishnas bekannt. Er popularisierte die "Bhakti" Bewegung und ihm wird die Verbreitung des "Maha Mantras" (Hare Krishna, Hare Kirshna, Krishna Krishna ... ..) zugeschrieben.




Das Fest fand vor dem Haupteingang des Jiva-Instituts statt, wo wir Holi in der wahren Bhakti Marga Art feierten. Ich denke, die Bilder sprechen für sich ...





Die Fahrt auf dem Yamuna-Fluss:
Nach dem Holi feiern machten wir uns auf den Weg zum Yamuna-Fluss um eine fröhliche Bootsfahrt zu machen. Wir mieteten Boote und für einige Zeit glitten wir über den Yamuna Fluss, während wir - wie könnte es anders sein - Kirtans sangen.




Krishna verbrachte den größten Teil seiner Jugend in Vrindavan an den Ufern des Yamuna, Hier spielte er Flöte, war mit Radha und den Gopis am Ufer. Der Yamuna Fluss zählt zu den heiligsten Flüssen dieser Erde. 


Nidhivan:
Nach unserer Yamuna Flussfahrt gingen wir zu Nidhivan. Hier die Aussage, die Swami über Nidhivan gemacht hat:

"Nidhivan ist der Ort, wo Krishna's Rasa Leela statt fand und immer noch statt findet. Ja, auch heute geschieht das immer noch! Mitten in der Nacht im Garten ... niemand kann im Garten bleiben. Nicht einmal die Tiere bleiben. Die Leelas des Herrn sind in jedem Teil von Vrindavan gegenwärtig. "



Rasa Leela:
Die Rasa Leela ist, wenn die Gopis von Vrindavan den Klang von Krishnas Flöte hören, alles stehen und liegen lassen, sich aus ihren Häusern schleichen und in den Wald laufen um mit Krishna in der Nacht zu tanzen. 
In den Bhakti Traditionen bezeichnet man das Rasa Leela als die höchste Glückseligkeit, die man im Leben erreichen kann. Romantische Liebe zwischen den Menschen in der materiellen Welt ist nur eine kleine, verminderte, illusionäre Reflexion der ursprünglichen Liebe der Seele zu Gott. 
Es wird angenommen, dass Krishna auch heute noch, 5000 Jahre später,  das Rasa Leela jede Nacht mit den Gopis spielt.


Celebration:
Die Nacht endete mit Tanzen und vielen Kirtans zu Gaura Purnima. Die Fähigkeit von Swami, uns die Liebe fühlen zu lassen, die wir im Inneren für den Herrn haben, ist immer wieder erstaunlich. Durch seine Gnade, sind wir in der Lage die Kirtans wirklich zu hören und es zu genießen. Mit Hilfe von Swamis Gnade können wir den Namen des Herrn hören und tief genießen ... 
Er ist wirklich der #KingofLove!

5. März 2015

Vrindavan Pilgerreise, 4. Tag (4. März 2015)




Conclusion:
"Bhagavan ist wunderschön in den Tempeln, aber in den Herzen der Heiligen ist Er viel schöner. Er ist lebendiger in den Herzen der Heiligen! "
- Sri Swami Vishwananda

Giridhari:
Der 4. Tag begann mit einer Puja zu Giridhari. Nach der Puja hatten wir freie Zeit bis zum Abend. Einige gingen einkaufen, während andere ihre Füße von der Parikrama Wanderung am Vortag ausruhten. 


Es war ein entspannter Tag ... die Sonne schien, aber die Temperatur war angenehm kühl. Ständig waren von irgendwo Kirtans zu hören - immer, ob beim einkaufen, essen oder schlafen- über Vrindavan liegt ein immer währender Schleier von gesungenen Gebeten zu Gott in der Luft. 


Barsana:
Am Abend gingen wir nach Barsana, Radhas Geburtsort. Der Haupttempel befindet sich oben auf einem Hügel über der Stadt. Barsana ist etwa eine Stunde Fahrt von Vrindavan entfernt. Der Tempel war mit singenden Menschen gefüllt und alles war von Holi-Farben bedeckt. 


Als wir anfingen Kirtans zu singen, traf Swami einen berühmten Kirtan Sänger und Bhakta namens Binod Bihari im Tempel. Bihariji lud uns zu seinem Ashram ein um dort zu singen und Prasad zu essen. Dies war ein Angebot das Swamiji nicht ablehnen konnte.


Auf dem Weg nach Hause machten wir also Halt im Ashram von Bihariji und sangen gemeinsam mit ihm und seinen Devotees. Für mich persönlich (Chidananda) war dies einer der besten Kirtans die ich je gehört habe.

Fazit:
Es ist so einfach, sich in diesen Ort (Vrindavan) zu verlieben! Die Kirtans sind süß, die Menschen sind süß und das Essen ist süß. Es ist wie zu Hause in Shree Peetha Nilaya.


(Anmerkung: alle Beiträge sind von Chidananda verfasst der in Vrindavan mit dabei ist.)

4. März 2015

Vrindavan-Pilgerreise 3. Tag (3. März 2015)



"Bringe deinen Glauben und deine Hingabe, das sind die beiden Schuhe auf denen du gehen wirst." 
- Sri Swami Vishwananda


Parikrama rund um den Govardan Hügel
Tag 3 fing früh an. Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zu Govardhan Hügel, etwa 45 Minuten von Vrindavan entfernt. 


Parikrama bedeutet "der Weg rund um etwas" in Sanskrit. Es ist eine Umrundung um einen bestimmten Gegenstand. Das Wort parikrama wird meist im Zusammenhang mit religiösen Gottheiten in einem Tempel, einem heiligen Fluss und um heilige Hügel verwendet. Das durchführen eines Parikrama als Symbol des Gebetes ist ein integraler Bestandteil der hinduistischen Anbetung.




Govardhan Parikrama (in diesem Fall 21 Kilometer rund um den Hügel) ist ein heiliges Ritual das von vielen Gläubigen als eine spirituelle Reinigung durchgeführt wird. Die Wanderung wird ohne Schuhe gemacht und das Zitat zu Beginn des Blogs war die Antwort von Swami über das Tragen von Schuhen, die er uns gegeben hat. Also, keine Frage: Schuhe aus!







Hier die Geschichte vom Govardhan Hügel:

Im Alter von sieben Jahren sah Krishna wie die Menschen ein Yagna zu Ehren von Indra vorbereiteten. Krishna riet den Dorfbewohnern, statt dem Yagna für Indra eine Pooja für den Gowardham Hügel zu machen da der Berg sie schütze, ihrem Vieh Gras gab, Wasserquellen hatte und kleine Höhlen hatte in denen sie relaxen konnten. 




Es machte Indra sehr wütend dass die Menschen auf ein Kind hörten statt ihn zu verehren und er beschloss die Dorfbewohner zu bestafen. Es fing an sehr stark zu regnen und Sturm kam so dass die Menschen zitternd vor Angst Krishna baten sie zu beschützen. 



Krishna ging zum Govadham Hügel und hob den ganzen Hügel mit seinem kleinen Finger an, so dass er wie ein Schirm alle Bewohner der Region beschützte. Der Regen dauerte 7 Tage und die ganze Zeit hielt der kleine Krishna den Berg hoch! Bei diesem Anblick realisierte Indra dass Krishna nicht nur ein gewöhnliches kleines Kind war sondern dass er eine Inkarnation der Herrn ist. 
Seitdem heißt Krishna "Giridari" (der Träger des Govardades Hügels) und statt Indra wurde seitdem in dieser Region Giridari verehrt.


Zu Beginn unseres "Parikrama" machte Swamiji eine Puja am Fusse des Govardham Hügels. Wir hatten alle unsere Malabags dabei und loss ging es! Mit Swamijis Gnade waren wir alle in der Lage den langen Marsch barfuss zu machen!


Zum Abschluss des Tages trafen wir uns alle am nahegelegenen Radha Kundh, nahmen einen "Dip" beteten und sangen einige Kirtans.



Fazit:
Nach einem langen Tag zu Fuß rund um den Govardham Hügel beendeten wir den Tag mit der Verehrung von Radha.

2. März 2015

Vrindavan Pilgerreise, Tag 2 (2. März 2015)



"In Wirklichkeit ist der Schmutz hier draußen nichts im Vergleich zu dem Schmutz im Inneren der Menschen. Der Staub in Vrindavan reinigt den Schmutz der auf deiner Seele liegt. Deswegen sagen die Heiligen: nehmt den Staub von Vrindavan .. nehmt den Staub von den Füßen der Geweihten des Herrn "- Sri Swami Vishwananda


Der 2. Tag der Wallfahrt begann mit einer Puja am frühen Morgen. Giridhari ist die persönliche Murti von Swami, Swami nimmt diese Statue mit auf Reisen. Heute hatten wir die Gelegenheit, an der Puja teilzunehmen und Bhajans zu singen und den Darshan von Guruji und Giridari zu empfangen. Gibt es einen besseren Weg einen Tag zu beginnen?

Krishnas Geburtsort:
Nach dem Frühstück und der Puja gingen wir nach Mathura, dem Geburtsort von Lord Krishna. Mathura ist eine halbe Stunde von Vrindavan entfernt und liegt in einer sehr ruhigen und friedlichen Umgebung.

Lord Kirshna wurde in einer Gefängniszelle geboren. Die Zelle ist ein Symbol der Demut. Es zeigt, wie der Herr durch seine Bescheidenheit bereit ist, in einer Umgebung, auf die die Menschen herab sehen, geboren zu werden. Dieselbe Art der Demut findet man bei Jesus Christus, der in einem Stall geboren wurde.


Das Erstaunliche an dem Tempel in Matura ist, dass er Seite an Seite mit einer Moschee liegt. Beide Gotteshäuser stehen nebeneinander in Harmonie. Die religiöse Toleranz in Indien ist einzigartig und steht als Beispiel für den Rest der Welt.

Bhakti Marga Kirtans:
Der Rest des Tages verbrachten wir entspannt im Ashram bis zum Abend. 



Am Abend hatten wir einen ganz besonderen Besuch im Shri Radharaman Tempel. Leider wurde der Altar für das Abendaarti in dem Moment geschlossen als wir den Tempel betraten. Aber statt zu gehen, beschlossen wir uns zu setzten und einige Bhajans zu singen... 

Als wir anfingen zu singen kamen auf einmal viele Menschen und setzten sich um uns herum und sangen mit uns - also blieben wir viel länger als beabsichtigt.  



Irgendwann deutete Swamiji nach vorne und wir sahen dass die Tempelpriester etwas vorbereiteten. 


Als der Vorhang aufging sahen wir dass sie die Murti ganz nach vorne gebracht hatten, weg von der Stelle im Hintergrund wo sie normalerweise stand, und wir alle durften nun einen ganz besonderen Darshan empfangen. Swamiji sagte uns, dass die Priester dies nur sehr selten machten.


Danach begann eine wilde Holi-Schlacht mit viel farbigem Wasser und Farb-Pulver.


Wir verstanden, dass Kirtan singen eine großartige Möglichkeit ist, um unsere Liebe zu Gott auszudrücken und wir konnten auch den Rest der Menschen im Tempel damit anstecken.

Zitat:
"Am ersten Tag fühlte ich hier sofort die Liebe. Seit diesem Tag wurde es immer stärker. Heute gingen wir zu der Stelle, wo Krishna geboren wurde, und es war ein ganz besonderer Ort. Ich freue mich auf den Rest der Reise ... freue mich Tag für Tag auf die Leelas von Krishna "- Gaurishankardas, Russland

Vrindavan-Pilgerreise, Tag 1 (1. März 2015)


"Vrindavan, das Land von Lord Krishna, wo er seine Liebe vor 5OOO Jahren an alles, was um ihn herum war, verteilte. Diese Liebe war unerschöpflich. Im Laufe der Jahrhunderte wurde durch die Hingabe der Menschen, durch die Liebe der Menschen, eben diese Schwingung am Leben erhalten. " – Sri Swami Vishwananda


Zeitplan:
Der 1. Tag der Pilgerreise war genau das, was man von einer Pilgerreise mit Sri Swami Vishwananda erwartet: toll, spannend, beängstigend und am Ende göttlich.


Nach einem langen Flug aus Deutschland erreichte unsere Gruppe den Ashram des Jiva Instituts. Wir wurden sehr herzlich von Babaji und den Menschen, die im Ashram leben, begrüßt. 
Nach einer schönen Mahlzeit gab uns Swami 30 Minuten, um uns für unsere erste Tempel-Tour vorzubereiten. Das war nicht viel Zeit ... aber gerade genug, um ein paar alte Kleider überzuwerfen - und so startet unsere Reise direkt auf einem hohen Level.


Wir fuhren mit den bereit stehenden Rikschas zum Banke Bihari Tempel. Der Tempel ist einer der berühmtesten Tempel in Vrindavan. 

Auf dem Weg dort hin machte Swami einige Kommentare (wir versuchen unser Bestes, genau das wiederzugeben, was Er gesagt hat):

"Vrindavan ist nicht so, wie man es im Aussen sieht ...  mit allen Gebäuden, Personen und  dem Verkehr. Das alte Vrindavan ist noch vorhanden - und wenn man die Augen hat, kann man die alten Straßen sehen, auf denen Krishna gelaufen ist - man kann die Orte erahnen an denen seine "Leelas" stattfanden. Dann sieht man alles genau so, wie es vor 5000 Jahren war." 


Das Grossartige daran, mit einem Meister zu reisen ist, dass er uns mit Seiner Gnade durch die alten Straßen führt, auf denen Krishna einst gegangen ist, und uns die Orte der Leelas zeigt. Auch wenn dies äusserlich nicht direkt sichtbar ist, freut sich doch unsere Seele an all dem und wird mit dem Darshan von Krishna genährt.

Wir gingen zu Banke Bihari Tempel am Ekadasi-Tag. Das ist eine sehr günstige Zeit, weil dieser Tag Narayan gewidmet ist. Die Leute kommen von überall her, um Banke Bihari an diesem Tag zu besuchen und die Möglichkeit wahr zu nehmen, Ihn, Krishna, an einem solchen heiligen Tag zu verehren. Dies ist ein großer Segen für alle auf der Pilgerreise.


FAZIT:
Der Besuch des Tempels war wirklich sehr erstaunlich. Es war wild, Menschen drängten von allen Seiten, Farben und Wasser, wurde auf alles und jeden geworfen. Aber zur gleichen Zeit war es sehr schön, weil wir wussten, dass Swami uns die ganze Zeit beschützte, und egal, wie verrückt es wurde, wir trafen alle wieder zusammen und niemand ging verloren.


Morgen werden wir viele berühmte Tempel besuchen und ich bin sicher, dass Swami ein paar spannende "Leelas" für uns auf Lager hat.....


Chidananda, "live" aus Vrindavan 









14. Februar 2015

Trishul



Seit einiger Zeit hatten wir die Idee doch zu Shivaratri einen übergroßen Trishul Stab an das  Gebäude zu machen.


Kalpit und Shankara (aus US) waren für das Handwerkliche verantwortlich und machten ihren Job echt gut! 



Sina malte die Trommel und überzog das Gesamtkunstwerk mit goldener Folie (Rettungsdecken). 


All das zu tun ist uns immer eine große Freude in Erwartung eines kleinen Lächelns auf Gurujis Gesicht. 



Gestern war es dann soweit. Kalpit brachte den riesigen Trishul nach draussen und im richtigen Moment war auch Guruji da und gab Anweisungen: "mehr rechts- etwas höher ..." Und: ja, er freute sich!!!!


Jetzt hängt Shivas Trishul und macht wirklich viel Eindruck!



Hare Hare Mahadev!!!!