24. September 2009

6. Tag Navaratri: Katyayani

Katyaayani
Die Gebete des Weisen Kattayan gingen immer darum, dass eines Tages die göttliche Mutter bei ihm zu Hause erscheint und seine kleine Tochter auf den Arm nimmt und segnet. Mutter Bhagavati erhörte ihn. Diese Tochter hieß Katyaani, sie hat eine lichtvolle Ausstrahlung und ist immer in hellen Farben mit viel Gold und Glitzer gekleidet. Katyaani sitzt auf einem Löwen und hat in einer ihrer 4 Hände ein Schwert. Sie hilft Furcht und Zweifel zu überwinden und zu sich selbst zu stehen. Auf dem spirituellen Weg hilft sie uns, stark in unserem Glauben zu sein und unseren Weg zu Gott zu verwirklichen.


Swami Vishwananda hat folgendes dazu gesagt:
"Devi Katyayani wird als Kriegsgöttin gesehen und man hat Furcht vor ihr. Es wird gesagt, dass sie im spontanen Ärger von Gott kreiert wurde. Sie ist der strenge und disziplinierte Aspekt der göttlichen Mutter. Normalerweise denkt man, dass Frauen immer süß und lieblich sind. Aber, wie ihr alle wisst: das ist eine Illusion! Oder? Ihr wisst alle, wie Frauen sein können wenn sie ärgerlich sind. Die Grundform der göttlichen Mutter ist sehr gelassen und ruhig, aber sie ist auch streng. Sie weist uns in diesem Aspekt auf unsere eigenen Ängste hin. Wenn man ihr reinen Herzens und mit einem geklärten Geist gegenüber tritt ist man furchtlos. Die Ängste ihr gegenüber sind nur ein Spiegelbild des Negativen in uns selbst. Die göttliche Mutter weiß, wie wir Menschen sind, sie will uns mit diesem Aspekt helfen, weiter zu kommen und uns zu ändern. Durch reines Gebet zu ihr, befreit sie dich von allen karmischen Dingen diese Lebens. "

Während des Yagnas konnte man sehen und spüren wie Swamiji im Dialog mit der Göttlichen Mutter war- plötzlich fing er an zu lachen- vor heller Freude, ganz laut!


23. September 2009

Tanzen mit Swamiji

Letzte Nacht wurde noch getanzt: "Stickdance"



5. Tag Navaratri:Skanda Mata


Skanda Mata
Diese Form von Durga hat 4 Arme und reitet auf einem Löwen. Sie wurde von den Göttern als Kommandeur im Krieg gegen die Dämonen ausgewählt. Sie hat ihren Sohn Skanda, auch als Lord Muruga bekannt, auf ihren Schoß. Sie ist der mütterliche Aspekt von Durga. Ihre Hände halten 2 Lotusblüten, eine Hand ist segnend erhoben. Ihre Karaktereigenschaften sind Güte und Wohlwollen. Sie hat ein strahlendes Aussehen und wird oft auch auf einer Lotusblüte sitzend dargestellt.




Swami Vishwananda erzählt dazu folgendes:

"Hier wird also gesagt, dass die göttliche Mutter Gott Muruga auf ihrem Schoß sitzen hat. Was bedeutet das? Die göttliche Mutter hält ihn, sie hält die göttliche Power. Alles ist in ihren Schoß! Und umgekehrt: Muruga kann Devi Durga niemals Schaden zufügen.
Als ich ein Teenager war fühlte ich eine starke Anziehung zu Raja Rajeshwari. Ich wünschte mir damals nichts so sehr, als auf ihrem Schoß zu sitzen, und ich wußte, es würde eines Tages geschehen! Vor ca. 3 Jahren war es dann soweit. Und ich vergaß alles- die äußere Welt zählt nicht! Jede Vorstellung darüber ist begrenzt. Du spürst die Größe von Parashakti, ihre Kraft und ihre Power! Stellt euch mal vor, ihr würdet auf dem Schoß der Göttlichen Mutter sitzen! Wie wäre das? Würdet ihr sie an ihren Haaren ziehen? Ja natürlich würdet ihr das! Ihr währt ein Kind und würdet alles, ALLES um euch herum vergessen! Auf dem Schoß der Göttlichen Mutter ist alles anders. Dieses Gefühl von Kindlichkeit und Geborgenheit und Zutrauen sollt ihr in euer Gebet zur göttlichen Mutter legen, dann wird sie alles für euch tun!









22. September 2009

4. Tag Navaratri: Kushmanda










Kushmanda

Als überall die Dunkelheit war und das Universum nicht existierte, kreirte Kushmanda mit einem Lächeln das Universum und die Schöpfung begann. Sie ist die Quelle der Urkraft. Sie hat acht Arme und reitet auf einem Tiger. Sieben Arme halten die heilige Urne, Bogen, Pfeile, Lotusblüte, einen Weinkrug, Diskus und die Keule. Die achte Hand hält eine Mala für Erfolg und Klugheit. Ihre Lieblingsfrucht ist der Kürbis. Daher kommt auch ihr Name.

Diese Form der göttlichen Mutter beseitigt Kummer und verschönt das Leben, sie beruhigt und wenn sie von ganzem Herzen angebetet wird, wird sie ihre Gnade zeigen und helfen.


Swami Vishwananda hat heute keine Rede gehalten, er las den oben stehenden Text vor und begann anschießend gleich mit der Kalash Puja, es wurden die 1000 Namen der Devi gelesen, und Reis und Kumkum geopfert.
Während des Yagnas (es gibt jeden Abend 3 Runden) konnte man Durgas Anwesenheit sehr deutlich wahrnehmen. Wir fragten Swamiji später, wie er sie sieht. Er sieht sie nicht ätherisch, sondern er nimmt sie als sehr real, physisch mitten im Feuer sitzend war. Es war rührend seine innerliche Zwiesprache mit ihr zu beobachten.
















21. September 2009

3. Tag Navaratri: Chandrakanta


3. Chandrakanta
In der Form von Chandrakanta reitet Durga auf einem Tiger. Sie hat 10 Arme. In 5 Händen hält sie einen Bogen, Pfeile, einen Dreizack, ein Schwert und eine Keule. In den andern 3 Händen ist eine Mala, eine Lotusblüte und ein Wasserkrug. Die restlichen 2 Hände zeigen ein Mudra , Varada und Abhaya, womit sie Ihre Anhänger segnet. Diese Form von Durga ist anders als die bisherigen: Sie zeigt, dass sie bereit ist für den Kampf gegen Feinde. Wenn sie provuziert wird, kann sie sehr unangenehm werden. Ihre Stimme kann grausam brüllen und läßt die Dämonen flüchten, wird ih aber mit einfachem reinen Herzen begegnet, wird sie ihren Segen geben.


Swamiji erzählte eine Geschichte:
"In Indien lebte einmal ein armer Fischer. Er gehörte der untersten Kaste an. Eines Tages hörte er von einem Brahmanen, daß es ein besonderes Mantra gäbe, um der göttliche Mutter nahe zu sein. Er bat den Bahmanen darum. Der aber sagte: "Was denkst du! In diesem Leben kann ich dir niemals dieses Mantra sagen! Du bist aus der untersten kaste! Besser ist, du bringst dich schnell um und hoffst im nächste Leben höher geboren zu werden, dann wirst du das Mantra bekommen!" Der Fischer fand diese Idee ziemlich gut und fuhr an die tiefste Stelle des Flusses. Hier wollte er sich ertränken, denn sein Wunsch war so groß, diese Mantra zu kennen um der göttlichen Mutte nahe zu sein. Kaum war er ins Wasser gesprungen, da war mit einem Schlag der Fluß völlig ausgetrocknet. Die göttliche Mutter erschien ihm und versprach ihm, am Abend zu ihm zum Essen zu kommen. Der Fischer ging überglücklich nach Hause zu seiner Frau. Sie kochten ein einfaches, für ihre Verhältnisse üppiges Mahl und warteten. Niemand kam - sie warteten lange - bis es irgendwann spät in der Nacht leise an die Tür klopfte. Der Fischer öffnete, aber es war nur eine alte arme Frau. Sie sagte sie käme aus den Bergen und sei hungrig und müde. Jetzt erklärte der Fischer: "Ja, wir haben etwas zu essen, aber wir erwarten Mata Durga heute abend zum Essen - und bevor sie nicht gegessen hat, können wir selbst auch nicht essen und dir auch nichts geben. Aber du kannst ja mit uns warten." Da verwandelte sich die alte Frau plötzlich in die strahlende Göttin und erhellte den ganzen Raum! Sie sagte wie glücklich sie sei, über die einfache Art der Liebe und Sehnsucht dieser Fischerleute. natürlich gab sie dem Fischer das ersehnte Mantra und versprach, immer bei ihm zu sein wenn er es rezitiert."

Er erklärte, es käme nicht auf die Menge der laut rezitierten Gebete an, sondern auf die kindlich reine Sehnsucht in dem einfachsten Gebet. Das liebt die göttliche Mutter am meisten. Man kann fast sagen, dass sie gar nicht anders kann als zu kommen. Er erzählte noch: "Wenn die göttliche Mutter anwesend ist, dann ist der Raum von einem wunderbaren Duft erfüllt- In Mauritius, als er etwa 15 Jahre alt war, war dieser Duft einmal 4o Tage da, und zwar so stark, dass viele Bienen davon angezogen wurden. Er wußte damals, dass jetzt die Zeit gekommen war, seine Arbeit zu beginnen.

20. September 2009

2. Tag Navaratri: Bramacharini


2. Bramacharini:

In dieser Form hat Durga in der einen Hand eine Mala aus Rudrakshaperlen und in der anderen Hand einen Wasserkrug. Sie ist voller Fröhlichkeit bis einmal ein Sadhu durch die Stadt kam und ihr aus der Hand liest, daß sie eines Tages einen nackten schrecklichen Bohlebaba heiraten wird, den sie aus einem vorangegangenen Leben kennt. Das erzählte sie ihrer Mutter Menaka. Sie würde niemanden heiraten außer Shambhu. Von nun an tat sie Buße. Sie betete täglich zu Lord Shiva und lebte nur noch von Früchten, Bel-Blättern und Wasser. Ihr Tag bestand ausschließlich aus Meditation.
Die Göttin Bramacharini ist eine Quelle des Weisheit. Sie segnet ihre Anhänger mit Mut, Stärke und Konzentration. Sie hilft dabei, die Herausforderungen mit Selbstbewusstsein anzunehmen. Ihre Haupteigenschaft ist die Disziplin unsere Gebete zu verrichten.
Swamiji erzählte von seiner Kindheit. Wie oft er zu Hause Gebete in Form von Pujas machte. Seine Mutter war unglücklich und oft sehr ärgerlich mit ihm, er solle doch etwas "normales" spielen, wie all die anderen Kinder. Wenn er so weiter mache, müsse sie ihn eines Tages in ein Irrenhaus einliefern! Aber er lachte nur und sagte: "Na und, es ist doch schön, verrückt nach Gott zu sein! Ich bete dann dort weiter!"
Die Eigenschaft der Göttin Bramacharini ist Disziplin. Wenn wir sie darum bitten hilft sie uns.

19. September 2009

1. Tag Navaratri: Shailaputri

Gestern, am ersten Tag von Navaratri, wurde die Göttliche Mutter in Form von Shailaputri verehrt:

1. Shailaputri – Ist eine Form von Durga. Sie hat 2 Arme, in der einen Hand eine Lotusblüte, in der anderen Hand einen Dreizack. Auf der Stirn eine Mondsichel. Shaila heisst Himalaya und Putri heisst Tochter: Tochter des Himalaya. Sie ist die Göttin der Natur und ermahnt die Menschen in Balance und Harmonie mit ihr zu leben. Sie ist eine der ersten Formen von Shakti und eng verbunden mit Lord Shiva. Ihr Reittier ist ein Bulle. Shailaputri hilft, den Hochmut der Götter zu bekämpfen. (...da wir alle kleine Götter sind, ist auch unser Hochmut damit gemeint)

Hier, im Zentrum Springen gab es die letzten Tage viel vorzubereiten. (Im letzten Moment wünschte sich Swamiji noch Lichterketten: "...very shiny ones, you know?") Er bereitete für die Kalash Puja 9 Kokosnüsse vor, die jeweils eine Form der an den 9 Tagen verehrten Göttinnen verkörpern. Er schmückte alle Gottheiten und dekorierte den Altar und um 19:00 begann dann das Fest mit einem Eingangsgebet zu Ganesh. Später ein Yagna, ein Abishekam, und ganz spät wurde noch getanzt!

Darshan-Rede: Du bist - was du denkst

Swamiji hielt eine kleine Rede in der er sinngemäß folgenes sagte:
Auf dem spirituellen Weg gibt es eine wichtige Sache die wir in den Griff bekommen müssen: die Gedanken, bestehend aus Bildern, Imaginationen und Kreationen. Die Gedanken haben uns zu dem gemacht, was wir sind. Hier eine kleine Geschichte:
Ein Heiliger in Indien ging durch die Strassen und weil ihn plötzlich die göttlicher Extase überkam, fiel er nieder und blieb liegen. Da kam einDieb des Weges und dachte: 'oh, der schläft ja völlig erschöpft, sicher war er auf der Flucht und kann nicht mehr, oder die Polizei hat ihn gehetzt!' Als nächstes kam ein Betrunkener vorbei, der sagte: 'Hey, hast du etwa zuviel getrunken? Schau, ich kann noch stehen!" Dann kam ein Sadhu vorbei, der dachte: 'oh das ist ein Heiliger im Samadhi, da lege ich mich am besten gerade dazu!"
So nehmen wir die Welt war, geprägt von unserm Gedankengut. Ein Rezept, die Gedanken in die richtige Richtung zu lenken ist: Gebete, Japa, Meditation. Das Beste ist, ständig im Gebet, in der Zwiesprache, mit Gott zu sein.

18. September 2009

Pitra Paksh: Auflösung unseres Familienkarmas

Gestern, am 17. September, war nach dem hinduistischen Kalender der besondere Tag, um erfolgreich für die Ahnen zu beten. Das einstündige hinduistische Gebet Pitra Paksh zelebrierte Swami Vishwananda, in seinem Centem Springen. Jeder konnte sich daran aktiv beteiligen. Swami erklärte, dass im Hinduismus Familien dieses Ritual regelmässig, z.B. einmal am Tag, oder in der Woche, oder auch im Monat abhalten, um für die Ahnen zu beten. Gestern war ein besonders kraftvoller Tag dafür, den es nur einmal im Jahr gibt. Durch die Gebete findet eine Auflösung des Familienkarmas statt. Alle in der Ahnen- und Familenhirachie entwickeln sich dabei weiter. Wir beten für die Großeltern und weitere Generationen davor. Auch wenn sie schon wieder inkarniert sind, erreicht sie das Gebet. Es wird damit auch bewirkt, dass man sich gegenseitig nicht mehr belastet. Viel Segen wird dadurch über die ganze Ahnenfamilen gebracht.
G.Springen

Marienbotschaft vom 21.2.01

Meine geliebten Kinder!
Empfanget die Gnaden die ich euch bringe und betet mit eurem ganzen Herzen, denn mein göttlicher Sohn ist anwesend, mitten unter euch. Meine Kleinen, ich wache über euch allen und ich trage euch alle in meinem Herzen.
Ich liebe euch und bin immer im Gebet bei euch, wo immer ihr seid.Ich segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen

16. September 2009

Wertvolle Momente

Als ich 1998 Swami kennen lernte, hatten wir eine sehr schöne Zeit. Wir fuhren im Auto, immer singend und mit viel guter Laune. Kochten zusammen und hatten viele tiefe Gespräche. Diese Momente sind mir sehr wertvoll und ich halte sie tief in mir wie ein Schatz.
Durch seine Herkunft war Swami tief im traditionellen Hinduismus verwurzelt. Ich erzählte ihm von meinen Erfahrungen mit Daskalos, bei dem ich lange lernte, und er fand das alles sehr interessant. Er wollte mehr über das christliche Leben kennen lernen. Man brauchte ihm jedoch nicht viel zu erklären. Es war bewegend zu sehen, wie er sich dann tief in sich selbst zurück zog und dort alles fand was er wissen wollte. Christoph Staempfli / Schweiz

15. September 2009

Swami's Halwa Prasadam Rezept

In den Anfangszeiten, als Swami die ersten Darshans gab, kochte er manchmal das Prasad selbst. Fröhlich singend mixte er die Zutaten zusammen. Hier das Rezept:
Zutaten:
¾ Paket Butter
gemahlenen Kardamon
Zimt
Mandeln
Rosinen
1 Tasse Griess (oder Dinkel)
1 Tasse Zucker
4 Tassen heisses Wasser

Zubereitung:
1 Tasse Zucker in 4 Tassen kochendem Wasser auflösen
¾ Paket Butter in einer tiefen Pfanne erhitzen
Gewürze und Mandeln nach Geschmack, hinzugeben
Griess unter Rühren in der Butter garen, bis der Geruch sich ändert
Zucker-Wasser Mischung hinzugeben und ständig Rühren, bis die Masse zähflüssig ist
Nach Geschmack evtl. Rosinen untermischen
Beim Erkalten wird das Halwa fest

14. September 2009

Die Wespe und der Guru

Gestern früh brütete Swamiji an seinem Terminplan für das nächste Jahr. Pritalananda saß neben ihm und arbeitete an seinem Laptop. Plötzlich flog eine Wespe um Swamiji's Kopf herum und landete auf seinen Haaren. Ich jagte sie weg, aber sie flog auf die andere Seite des Kopfes und landete dort. Pritalananda wurde hektisch und fuchtelte nervös mit den Händen herum als Swamiji zu der Wespe sagte: "Bitte fliege raus, sonst wird dich dieser Mann töten!" woraufhin Pritala schnell zu der Terrassetür ging um sie zu öffnen. Sie war noch nicht ganz auf, als die Wespe schon heraus flog. Er sagte: "Swamiji, die Wespe war echt schnell, sie verstand deine Worte sofort!" Pritalananda, Springen

13. September 2009

Lass deinen Verstand in der Hölle!

Wie jeden Abend begaben wir uns nach dem Tempel Prayer in die Kapelle und beteten dort gemäss christlich-orthoxer Tradition. Am Schluss des Gebets gedachten wir der Heiligen des Tages, heute waren dies der Heilige Silouan und Heilige Euphrosynos. Beim Verlassen der Kapelle meinte dann Swami kurz: „Es ist gut was der Heilige Silouan gesagt hat, nicht? 'Lass Deinen Mind/Verstand in der Hölle, und verzweifle nicht'…und was machen die Menschen? Sie rennen ihrem Verstand hinterher…"
Kuru, Springen
Das Foto wurde am selben Abend beim Bhajan Singen im Tempel aufgenommen.

12. September 2009

Loyalität

Es war an einem Weihnachtsfest im Steffenshof. Wir feierten im Tempel mit Weihnachtsliedern und Baby Jesus und jeder war von von der feierlichen, heiligen Stimmung ergriffen. Irgendwann, spät, gab es ein gemeinsames Weihnachtsessen oben im Aufenthaltsraum. Als Swamiji an seinem Platz saß, brachten ihm einige Gäste ihre Geschenke und er fing an sie auszupacken. Es lag viel Freude und eben weihnachtliche Stimmung im Raum. Wir alle schauten Swamiji zu. Und mitten in dieser Stimmung, hielt Swamiji inne und sagte: "Ihr bringt mir so viele Geschenke, naturlich freue ich mich! Aber ich brauche sie nicht! Was ich von euch brauche, ist eure Loyalität! Ich bitte euch um eure Loyalität, um nichts weiter!" Wir waren alle sehr still, jeder dachte über Swamis Worte nach und viele haben ihm ihre Loyalität geschenkt! H.H. Deutschland

11. September 2009

Noch eine Kochstory

Mittlerweile wurde für Swamiji das Essen seperat gekocht, aber nach wie vor wurde vom allgemeinen Essen zusätzlich erst ein Teller für Swamiji zubereitet und an seinen Essensplatz gebracht. Eines mittags fragte mich ein junges Mädchen, ob sie Swami den Teller mit dem Essen bringen darf. Sie hielt den Teller für ihn hin und ich tat von jedem Gericht etwas darauf. Als ich eine rötlichbraune Soße über die Spagetti goß, sagte sie: "Igitt, was ist das denn für eine Farbe?". Sofort nahm ich ihr ärgerlich den Teller weg und ließ sie wissen, das wir diesen Teller Swamiji nicht mehr bringen können, denn er muss dann das igitt mit essen. Sie war ziemlich betroffen und ich, während wir einen neuen Teller vorbereiteten, ein bischen ungeduldig und ärgerlich. Was geschah: sie ging ins Haus und brachte Swamiji den Teller. Swamiji , so erzählte sie mir, starrte auf den Teller und sagte: "Das esse ich nicht, bringe es wieder zurück. " Fast weinerlich kam sie zurück und meinte: "das hat er nicht gewollt, bestimmt wegen mir!" "Nein", sagte ich, "nicht wegen dir, wegen mir. Wir haben ja den Teller neu hergerichtet. Es war meine Ungeduld und mein Ärger, was ich ihm auf den Teller getan habe." C.G. Deutschland

10. September 2009

Was Essen bewirken kann

Es war in den Anfangsjahren im Steffenshof, als Swamiji noch mit uns am Mittagstisch saß. Immer wieder betonte er geduldig, dass wir beim Kochen darauf achten sollten, was wir denken und sprechen. Langsam führte uns Swamij dahin, dass wir uns bemühten Mantren während der Essensvorbereitung zu singen. Es gelang uns nicht immer aber zwischendurch schon. Swamiji lehrte uns, dass das Essen von uns beeigenschaftet wird, während wir kochen. Und genau diese Gedanken und Worte müßten dann die anderen essen, und würden es auch spüren, nicht bewußt aber energetisch. Ehrlich gesagt, auch das vergassen wir hin und wieder zwischendurch, aber wir bemühten uns. Es kam die Zeit, dass Swamiji sich freute, wenn ich mittags kochte, und immer wurde ihm zuerst das Essen serviert. Doch auch das hatte ein Ende, denn als ich wieder erwartungsvoll von Swami hören wollte, dass das Essen sehr gut sei, wurde mir gesagt, Swami hat dein Essen nicht gewollt. Das war ein Schlag für mich. Was hatte ich nicht beachtet und falsch gemacht. Am nächsten Tag, obwohl ich mich konzentrierte Mantren beim Kochvorgang zu singen, kam die gleiche Nachricht, wie am Vortag. Swami wollte dein Essen nicht. Das ging einige Tage so. Ich wurde immer stiller und wollte auch nicht mehr wissen und hören, was Swami zu meinem Essen gesagt hat. Wir servierten an sonnigen Tagen das Essen auf der Wiese im Steffenshof, und während ich nochmal die Schüsseln nachfüllen wollte, stand Swamiji hinter mir und bemerkte kurz, " du hast gut gekocht". Damit hatte ich nicht mehr gerechnet, verstand aber, das meine Erwartungshaltung auch wenn sie noch so subtil war, Swamiji nicht erfüllen konnte und wollte. Ab diesem Moment, machte das Kochen wieder mehr Freude, die eigene Erwartungshaltung konnte ich los lassen. C.G. Deutschland

9. September 2009

Ein Handwerker erzählt

Ein Handwerker aus der näheren Umgebung hatte einige Monate bei uns auf der Baustelle in Springen gearbeitet. Er arbeitete konzentriert und eher zurückgezogen an seinem Arbeitsplatz. Er kam regelmässig zu uns zum gemeinsamen Mittagessen, wodurch wir ihn allmählich etwas näher kennenlernen konnten. Eines morgens kam ich etwas näher ins Gespräch mit ihm als ich ihn auf dem Weg zur Kapelle getroffen hatte. Ich fragte ihn, ob er bereits unsere Ikonenkapelle gesehen hätte, was er verneinte. Respektvoll zog er sich seine Schuhe aus und betrat interessiert unsere Kapelle. Er war sichtlich berührt und erstaunt über die Pracht, die ihm da entgegen kam.
Er begann etwas von sich zu erzählen und gab vertrauensvoll zu, dass er am Anfang uns gegenüber schon etwas skeptisch und befremded war. Allmählich bemerkte er allerdings, wie gerne er jeden Morgen zur Arbeit ging und wie leicht ihm die Arbeit hier von der Hand ging. Er meinte dass die Atmosphäre im Zentrum wirklich etwas besonders sei und er sich sehr wohl fühlen würde. Kurz darauf brachte er seinen 6jährigen Sohn mit, welcher wohl auch noch danach öfters seinen Papa fragte, wann er denn mal wieder mit ihm hierher fahren dürfte. Vor einigen Wochen kam er auch zum Gayatri Yagna und hat von Aditya einen kurzen persönlichen Meditationslehrgang erhalten. Dakshini im Auftrag von Timo/Springen

7. September 2009

Er stiehlt unsere Herzen

Die Geschichten, in denen Krishna Butter stiehlt haben eine starke Parallele zu Swami Vishwananda. Er stiehlt die Herzen von uns Menschen mit seinem Reichtum an Liebe und Hingabe. Als wir ihn vor mehr als 10 Jahren kennenlernten, machten seine Unbeschwertheit, seine Fröhlichkeit und sein Humor ihn so charismatisch und steckten jeden um ihn herum an, diese Leichtigkeit auch zu fühlen.
V.L. Schweiz

6. September 2009

Jai Gurudev - Lila

In der Zeit, in der wir im Steffenshof waren, fuhr ich öfters Einkaufen nach Kastellaun. Und eines morgens, als ich in die Küche kam, saß Swamiji am Frühstückstisch mit einigen Indern aus London. Gerade wollte ich höflich "Jay Gurudev" zur Begrüßung sagen, wurde aber unterbrochen, denn Swamiji sah mich und verließ den Frühstückstisch und den Raum. Ich fühlte mich angesprochen, und konnte mich kaum mehr auf die Worte von Dakshini konzentrieren, die mir sagte, was ich aus Kastellaun alles mitbringen sollte. Als ich am Auto stand und meine Gedanken diesem Vorfall nachrasten, hatte ich auch vergessen, was ich mitbringen sollte. Mutig ging ich wieder in die Küche, und wieder verließ Swamiji, als er mich sah den Raum. Gottlob schrieb ich mir auf einen Zettel, was eingekauft werden musste.
Im Auto hatte ich ein virituelles Gespräch mit Swamiji, und ließ ihn auf dem Weg nach Kastellaun wissen, wie ich mich gefühlt hätte, als ich nur höflich in den Raum kommend "Jay Gurudev" sagen wollte. Ich war ziemlich wütend. Irgendwie ist mir meine Wut abhanden gekommen, als ich zurück in den Steffenshof kam, und hatte beschlossen, authentisch zu sein und weiterhin "Jay Gurudev" zu sagen, egal ob er den Raum verläßt oder wegschaut.
Während ich mit den Einkaufsachen beschäftigt war, und in die Küche tragen wollte, kam mir Swamiji entgegen, hoch erfreut und glücklich mich zu sehen und sagte "Jay Gurudev" .... und lachte... Das war die Bestätigung für mich authentisch zu bleiben - ungerührt von Verletzungen des Egos.
M.G.

5. September 2009

Bedingungslose Liebe

Während eines Interviews 2005 im Steffenshof sagte ich zu Swami: "Deine bedingungslose Liebe ist für mich schwer zu akzeptieren, da ich mich selbst nicht so sehr liebe wie Du mich liebst!" Ich erzählte ihm dass es sich anfühlt wie wenn er an die Tür meines Herzens klopft. Swami erklärte mir, dass alles in meinem Herzen ist, dass aber die Tür zu meinem Herzen keine Türklinke für andere hätte, so dass ich diese selbst öffen müsse. Er segnete mich und ich ging mit dem wunderbaren Gefühl nach Hause, dass ich geliebt wurde wie ich bin. Jetzt sah ich, dass Gott an mich glaubte und ich fing langsam an, mir selbst zu vertrauen.
N.H. /Hunsrück

4. September 2009

Swami mit einem Hasen
















Bei meinem letzten Besuch in Springen brachte ich kurz meinen kleinen Hasen mit. Swami sah ihn in der Eingangshalle, kam, und wollte ihn auch einmal streicheln. Der Hase hatte nicht so viel Zutrauen zu ihm und versuchte zu entkommen, saß dann aber doch sehr relaxed auf Swami's Schoß. Er wollte keinen Löwenzahn fressen und fing statt dessen an mit seinen Vordepfoten an Swamis orangener Robe zu kratzen, woraufhin Swami plötzlich Bedenken kamen: "Ohhh, ich glaube der Hase denkt, daß ich eine Riesenkarotte bin?" Und er setzte den Hasen ganz schnell wieder auf die Bank.
Lilo / Springen

3. September 2009

Spiegel unserer Selbst

Ich habe Swamiji jetzt einige Jahre beobachten können und bei vielen Gelegenheiten festgestellt, dass er sich in jede Person einfühlen und sich ihr ohne Weiteres anpassen kann. Wenn er mit jungen 15 jährigen Teenies spricht, verändert sich seine Stimme, seine Gestik und er giggelt genau so wie sie. Sein ganzer Ausdruck ist der eines 15 jährigen. Das gleiche geschieht, wenn er eine Konversation mit einer 90 jährigen Dame führt. Er bewegt sich wie sie und spricht wie sie. Ich habe bemerkt, dass sich sogar sein Gesichtsausdruck anpasst. Es scheint mir so zu sein, dass er der Spiegel eines jeden ist, mit dem er zu tun hat. Er verhält sich spürbar adäquat jeder Person und Gelegenheit gegenüber.
Pritalananda / Center Springen